Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

Montagsfrage.

16 Kommentare

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Die heutige Frage hat sich Linda von Dufttrunken ausgedacht. Herzlichen Dank!

Was muss ein Buch haben, um für dich als Lesehighlight zu gelten?

Hoppla, eine schwierige Frage. Es gibt viele Bücher, die von mir die volle Punktzahl bekommen würden – wenn ich bei meinen Rezensionen denn Punkte vergäbe -, von denen ich aber nicht unbedingt behaupten würde, es seien echte Highlights. Aber grundsätzlich müssen sicher mehrere der folgenden Aspekte gegeben sein:

Das Buch muss so packend geschrieben sein, dass ich abends nicht zu Bett gehen will, weil ich Angst habe, etwas zu verpassen. Oder es ist mir egal, ob ich das Buch erst nachts um 2 beende, obwohl ich um halb 6 schon wieder aufstehen muss. 😉

Das Buch muss sprachlich gelungen sein – ob es nun von einem deutschen Autoren stammt oder eine Übersetzung ist. Ich muss beim Lesen das Gefühl haben: Hier sitzt jedes Wort. Wenn ich beim Lesen einer Übersetzung denke: Hier hat der Übersetzer/Lektor das falsche Wort verwendet, trübt das mein Lesevergnügen.

Die Story an sich muss nicht unbedingt „noch nie da gewesen“ sein – aber sie sollte schon sehr kreativ geschildert und nicht ausgelutscht sein. Und wenn es um einen historischen Roman geht, dann sollte ich beim Lesen das Gefühl haben, dass der Autor die Zeit, in der sein Roman spielt, auch wirklich recherchiert hat.

Die Charaktere müssen authentisch und glaubwürdig agieren und vielschichtig sein. Ich muss ihre Motivation nachvollziehen können und eine gewisse emotionale Bindung zu ihnen eingehen können, und das Bild, das der Autor mir von einer Figur vermittelt, sollte mit ihrem tatsächlichen Handeln übereinstimmen. Es gibt zu viele Protagonistinnen, die angeblich ach so frei und selbstbewusst agieren – sich aber sofort in ein hilfloses Weibchen verwandeln, wenn sie dem Helden begegnen. Andersherum gilt dies natürlich auch, allerdings kommt dies nicht so häufig vor. Oder der Autor will mir schildern, dass es in seinem Roman um die große Liebe zwischen zwei Menschen geht – ich mich aber frage: Wann zum Teufel ist hier die große Liebe ausgebrochen?! Die zwei kennen sich doch gar nicht …

Ein Schuss Humor – gern auch bitterböse – kann nicht schaden, wenn es zur Handlung passt. Was für mich persönlich nicht geht: durchgehend todtraurige Storys, Romane, an deren Ende gestorben wird. Sorry, für mich ein no go.

Ich muss nach dem Lesen das Bedürfnis verspüren, das Buch weiterzuempfehlen und alle möglichen Leute ebenfalls zu diesem Buch zu bekehren. 😉

Und last but not least: Ich selbst muss das Bedürfnis verspüren, dieses Buch noch mehrmals zu lesen.

Was ist mit euch? Welche Zutaten braucht ein Buch für euch, um ein Lesehighlight zu sein?

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Autor: Aequitas et Veritas

Ungesagtes

16 Kommentare zu “Montagsfrage.

  1. Hallo,
    Für mich lässt sich diese Frage einfach beantworten, es ist ein Buch, das mir Spaß macht. Mehr dazu auf http://www.vielleserin.de/2016/09/mf3-was-muss-ein-buch-haben-um-fur-dich.html
    Liebe Grüße und einen tollen Start in die Woche,
    Marie

    Gefällt 1 Person

  2. Huhu 🙂

    Ein Lese-Highlight zeichnet sich meiner Meinung nach durch Liebe aus. Darum vergebe ich seltener 5 Sterne als 4. 5 Sterne sind erst gerechtfertigt, wenn ich mich Hals über Kopf in eine Geschichte verliebe.

    Viele liebe Grüße,
    Elli

    Gefällt 3 Personen

  3. Es gibt leider viel zu viele Fehlermöglichkeiten beim Schreiben. Quasi eine unendliche Anzahl an möglichen Fehlern pro Buch, aber vermutlich immer nur eine wirklich richtige Lösung. Damit ist eher schon ein Wunder, dass es überhaupt großartige Bücher gibt. For the way that leads to destruction is wide and spacious, and those who follow it are many. Hihi. 😉

    Gefällt 1 Person

  4. Huhu,

    den Punkt Liebe den du angesprochen hast kann ich so unterschreiben. Bei vielen seh ich die ach so große Liebe auch überhaupt nicht. Besonders schlimm ist es wenn sich die Charaktere in einer Tour anschreien, aber es soll ja die ach so große Liebe sein. Ja klar! Wers glaubt. Ich mag Möchtegernliebesgeschichten nicht.

    Humor brauch ich gar nicht unbedingt, denn oft find ich das eher nervig. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen.

    Hier ist mein Beitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2016/09/12/montagsfrage-48-was-muss-ein-buch-fuer-dich-haben-um-als-lese-highlight-zu-gelten/

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

  5. Die Nacht durchzulesen, jaaaa das ist eindeutig ein Zeichen das einen ein Buch nicht mehr loslässt, das ist auch eines meiner „Kriterien“ (wenn man das so nennen kann).
    LG Kaddes

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  6. Oh ja, wie ich sie hasse, die ach so selbstbewussten Heldinnen, die auf einmal vom Helden gerettet werden müssen, weil sie plötzlich nichts mehr auf die Reihe bekommen, grausam :-).

    Mir ist auch der Schreibstil sehr wichtig und dass die Charaktere authentisch sind, sonst kann ich das Buch nicht glauben. Und das Ende muss passen, es gibt so manches Buch, bei dem ich am Ende denke: Nee, oder? Das ist nun nicht dein Ernst :D.

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