Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

Montagsfrage.

22 Kommentare

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Ich bin gerade auf dem Sprung – mich (und ca. 12 KollegInnen) erwartet heute und morgen eine zweitägige Fortbildung in Wiesbaden. Das wird sicher spannend.
Aber die Montagsfrage lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Svenja will in dieser Woche wissen:

Gibt es ein Buch, dass du früher richtig gern mochtest, aber inzwischen nicht mehr?

Das gibt es sicher – allerdings lese ich heutzutage ja eigentlich die Bücher, die ich als Kind oder Teenie gut fand, nicht mehr. Ich vermute mal, dass ich heute die Pucki-Reihe, die ich in meiner Kindheit heiß und innig geliebt habe, schrecklich antiquiert fände. Ganz zu schweigen von dem reaktionären Frauenbild. Aber da ich möchte, dass sie weiterhin positiv in meiner Erinnerung bleiben, lese ich sie lieber nicht noch einmal. 🙂

Vor einigen Monaten habe ich jedoch ein Buch gelesen, dass ich vor etwa 15 Jahren schon einmal gelesen und für sehr gut befunden hatte: Die Mumie von Anne Rice. Und ich musste feststellen: Die Protagonistin, die ich damals total sympathisch fand, weil sie sich nach dem Tod ihres Vaters nicht hängen und von Erbschleichern auch nicht übers Ohr hauen lässt und die einfach die Koffer packt und nach Ägypten reist (und das Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts!) – diese tolle Frauenfigur entpuppt sich in der zweiten Hälfte des Romans als dauerheulendes Weichei. Sie sitzt die Hälfte der Zeit hilflos und heulend in ihrem Hotelzimmer herum, während der Protagonist Ägypten (wieder-)entdeckt und sein Leben in der Moderne in Griff bekommt. Das war mir beim ersten Lesen überhaupt nicht aufgefallen …

Wie ist das bei euch? Habt ihr Bücher, die ich früher geliebt habt (oder zumindest gut fandet), heute aber nicht mehr mögt? Warum ist das wohl so?

 

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Autor: Aequitas et Veritas

Ungesagtes

22 Kommentare zu “Montagsfrage.

  1. Hallo ❤ Da sieht man mal wie schnell der Geschmack sich verändern kann. Mir selbst geht es auch so. Ich bin mittlerweile ziemlich genervt von der Biss- Reihe. Liebe Grüße und hier findest du meinen Beitrag:

    https://www.lovelybooks.de/bibliothek/federmaedchensfederland/lesestatus/1438988761/

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  2. Dann viel Spaß und gut Kaffee auf der Fortbildung 🙂 🙂

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  3. Schon erstaunlich, was man so alles entdeckt, wenn man auf so etwas zurückblickt, nicht wahr? Ich glaube, ich habe noch nie etwas von Anne Rice gelesen, bin mir aber fast sicher, dass meine Mutter da was im Regal stehen hat. Ich muss sie mal fragen, was sie von diesen weiblichen Figuren in den Büchern hält. 🙂
    LG, m

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  4. Huhu 🙂

    Ich denke, der Knackpunkt ist in solchen Fällen nicht das Buch, sondern man selbst. Die eigenen Ansprüche verändern sich eben und persönlich ist mir aufgefallen, dass ich heute auch ganz anders lese als noch vor 5 Jahren. Viel bewusster, viel reflektierter. Da muss sowas vermutlich zwangsläufig irgendwann passieren…

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

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  5. Da gibt es so einige Bücher. Ich denke, es hat etwas mit der eigenen Entwicklung im Leben zu tun. Man reift, lernt neue Dinge kennen und verändert sich. Und so verändert sich halt auch der Geschmack für Dinge, für Essen, für Bücher…LG Ela

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  6. Ah, jetzt weiß ich, dass wir nicht in derselben Stadt sind… 😉

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