Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken


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Freitag.


Der Mittwoch war, höflich gesprochen, für mich kein guter Tag. Mein Vorgetzter hat mir ohne Rückfrage eine große (zusätzliche) Aufgabe übertragen und war selbst nach einer Weigerung meinerseits nicht bereit, sie einem der anderen vier Mitarbeiter meiner Abteilung zu übertragen. Dann hatte ich einen Termin mit dem obersten Chef, während dem ich dann … emotional wurde, für mich ein Zeichen, wie müde und fertig ich gerade bin, denn so etwas tue ich gewöhnlich nicht. Danach kamen einige Kollegen mit ihren beruflichen Sorgen zu mir und schließlich fand noch eine lange Sitzung des Betriebsrates statt, nach der ich mit weiteren Dingen, die ich lieber nicht wissen möchte, und diversen To dos dastand. Dass ich meine eigenen beruflichen Sorgen vielleicht auch mal verarbeiten möchte, dass ich auch mir Sorgen um meine berufliche Zukunft oder die Zukunft des Unternehmens mache, dass auch ich heulen könnte, wenn ich darüber nachdenke, dass externe „Fachleute“ alles kaputtmachen, interessiert im Moment niemanden.
Wirklich gearbeitet habe ich an diesem Tag nicht.
Das obige Bild zeigt aber, dass mein Tag zumindest einen guten Abschluss fand. Nach Feierabend half nämlich nur noch der Anruf bei einer Kollegin/Nachbarin: „Ich brauche viel Alkohol. Kann ich heute Abend mit einer Flasche Wein rüberkommen?“