Lesestoff.

Scarrow
Simon Scarrow: Im Zeichen des Adlers (Rom-Serie #1). Rom, Anno Domini 42: Kaiser Claudius gewährt seinem Leibsklaven Cato die lang ersehnte Freiheit. Doch im Gegenzug muss sich der hochgebildete, jedoch kämpferisch völlig unerfahrene junge Mann zu zwanzig Jahren Dienst in der römischen Armee verpflichten. Kurz darauf befiehlt der Imperator das gefährlichste aller militärischen Abenteuer, an dem einst sogar Cäsar scheiterte: die Eroberung Britanniens. Cato steht auf der Insel aber nicht nur den wildesten Barbarenhorden gegenüber – auf direkten kaiserlichen Befehl muss er sich in einem tödlichen Netz aus Intrigen und Verschwörungen bewähren …

Meine Rezension zu diesem historischen Roman findet ihr hier: Chridhe.

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Montagsfrage.

Montagsfrage
Heute mache ich einen Tag überstundenfrei – allerdings nicht, weil ich das lange Wochenende genießen will, sondern weil ich heute Nachmittag gleich zwei Arzttermine hatte, darunter einen von denen, bei denen man zwei, drei Stunden gelangweilt in einem Wartezimmer herumsitzt (ich habe mir den Lesestoff schon bereitgelegt). Seit fast 5,5 Monaten warte ich auf diesen Termin bei meinem Hautarzt, der nicht nur meine unzähligen Muttermale unter die Lupe nehmen soll, sondern mit hoffentlich hilft, meinen schlimmen Haarausfall auf die Spur zu kommen. Jetzt, wo ich nach Hause komme, kann ich euch sagen: Eine Lösung hat er nicht. Einer meiner Vorfahren (herzlichen Dank, ihr Pappnasen) hat mir offensichtlich das „Beschissene Haare“-Gen vermacht, sodass man gegen meinen Haarausfall nicht wirklich etwas machen kann

Aber erst einmal zu Buchfesserchens Montagsfrage:

Wenn du Romantik in Büchern magst, was sind für dich absolute No-Gos bei einer Liebesgeschichte?

O ja, ich liebe romantische Romane und diese No Gos gibt es tatsächlich:

1. Insta-Love:
Kaum haben sie sich zum ersten Mal gesehen, ist es gleich die große, weltbewegende Liebe. Man muss noch nicht einmal miteinander geredet haben, Hauptsache, der Blitz hat eingeschlagen.

2. Insta-Sex:
Gibt es in den expliziteren Liebesromanen: Kaum haben die beiden sich zum ersten Mal gesehen, können sie sich nur mit Mühe (oder gar nicht) davon abhalten, sich die Klamotten vom Leib zu reißen und übereinander herzufallen. Es ist, als hätten sich ihr Verstand und ihre Reife vollständig verabschiedet und nur die Hormone regieren noch. Also wirklich …

3. Missbrauch, der als Liebe verkauft wird:

Leider heutzutage in vielen Jugendromanen zu finden: Sie verliebt sich in einen Bad Boy, der sie aber wie der letzte Dreck behandelt. Aber sie lässt alles über sich ergehen, denn natürlich gibt es ja einen „guten“ Grund dafür, dass er so beschissen zu ihr ist; im Zweifelsfall eine schwierige Kindheit. Und wenn sie ihn nur lange und geduldig genug liebt und sein Verhalten erträgt, dann wird sein wahres Ich zutage treten. *kotz* Nein, keine Frau hat es verdient, sich von einem Mann (kein Mann hat es verdient, sich von einem anderen Mann/keine Frau hat es verdient, sich von einer anderen Frau etc.) derart mies behandeln zu lassen. Die Krönung dieses Elements ist im Grunde eine Vergewaltigung, während der das Opfer irgendwann entdeckt: Hey, eigentlich gefällt es mir ja doch. DAS IST KEINE LIEBE.

4. Love Triangle:
Wenn sie gut gemacht sind, dann okay, aber im Normalfall wird uns ja eine entweder Mauerblümchen- oder Superheldin-Protagonistin präsentiert, in die sich schlagartig jeder Mann verliebt, der ihr über den Weg läuft – und das endet dann in dem obligatorischen Liebesdreieck.

Lesestoff.

Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks. Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.
Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende, und da er sich auch gerade von seiner Freundin getrennt hat, schläft er auf einer Campingliege in seinem Büro. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in Gefahr …

Meine Rezension zu diesem Krimi findet ihr hier: Chridhe.

Montagsfrage.

Montagsfrage
Guten Morgen, ihr Lieben! Bei uns ist gerade der Schneepflug vorbeigefahren – ein todsicherer Hinweis darauf, dass alle wieder zurück ins Bett kriechen sollten. Mit einem Buch. Und die Arbeit heute Arbeit sein lassen sollten. 😉 Allerdings vermute ich, dass mein Chef etwas dagegen hätte. Also stattdessen: Fahrt vorsichtig!

Buchfresserchen hat aber auch heute wieder eine Montagsfrage für uns:

Habt ihr Angewohnheiten oder Vorlieben, die evtl. mit eurer Leidenschaft für Bücher zusammenhängen? Zum Beispiel Papeterie, Lesetagebücher führen, Schreiben etc.?

Ähm, nein, eigentlich nicht. Ich kaufe im Normalfall kein Merch, führe kein Tagebuch/kein Journal, keine Listen, schreibe keine Fanfiktion und denke auch nicht, dass man bspw. immer nur Erstausgaben oder nur Hardcoverausgaben besitzen muss …
Ich finde lediglich, dass man gar nicht genug (richtige) Bücher besitzen kann, und kaufe und besitze viel zu viele davon. Meine Regale platzen schon lange aus allen Nähten, und deshalb überlege ich im Moment, ob ich nicht den kleinen Tisch mit den beiden Stühlen (die ich eh nur zum Ablegen von Dingen nutze) in meiner Küche rausschmeiße und mir dort in großes Regal einbaue. *sigh*
Welche Angewohnheiten habe ich sonst noch? Ich gehe in den kalten Monaten des Jahres gern früh ins Bett und lese dann bis nach Mitternacht, weil es da so kuschelig gemütlich ist (was nicht gerade förderlich ist, muss man morgens früh aufstehen). Und in den heißen Monaten des Jahres sitze ich gern mit einem Buch draußen auf der Terrasse, bis es so dunkel ist, dass ich die Buchstaben nicht mehr erkennen kann – und, nein, ein E-Book-Reader/Tablet ist da nicht das Gleiche. 😉

Habt ihr – im Gegensatz zu mir – irgendwelche Angewohnheiten oder Vorlieben, die mit Büchern zusammenhängen?

Lesestoff.

cross-spektrumAugust Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank in Las Vegas zu einer Geiselnahme kommt, wendet sich Special Agent Samuel Carter vom FBI an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank – das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Carter und Officer Dominic Juliano vom SWAT folgt Burke ihrer Spur – und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, Tausende Menschenleben zu opfern.

Hier geht’s zur Rezension: Chridhe.

Montagsfrage.

Montagsfrage
Mist, warum war das Wochenende nur so kurz? Ich bin nur noch wenige Kapitel vom Ende von „Der Ruf des Kuckucks“ entfernt – und das heißt nur noch wenige Kapitel von der Auflösung, wer die Schuld am Tod von Lula Landry trägt. Da kann ich doch nicht zur Arbeit fahren?! Kennt ihr dieses Gefühl?

Dann doch schnell noch meine Antwort auf die Montagsfrage:

Welche Formen der Geschichtenerzählung bevorzugst du? Liest du nur Bücher oder auch Comics, hörst Hörbücher etc.?

Ich bevorzuge Bücher (physische Bücher und E-Books). Ich besitze zwar auch eine ganze Reihe Graphic Novels (The Walking Dead), aber das ist wirklich nur die Ausnahme. Hörbücher besitze ich zwei oder drei, aber das ist einfach nicht mein Medium – mein Arbeitsweg ist zu kurz, um ein angemessenes (read: zusammenhängendes) Stück zu hören, und wenn ich mich aufs Sofa lege und genüsslich der Geschichte folgen will, schlafe ich immer ein. 😀

Und wie ist das bei euch?

Lesestoff.

turano-kindermaedchen-verliebenJen Turano: Ein Kindermädchen zum Verlieben. Millie Longfellow ist in einem Waisenhaus aufgewachsen und deshalb liegen ihr Kinder besonders am Herzen. Daher hat sie beschlossen, die beste Nanny zu sein, die die wohlhabenden Familien an der amerikanischen Ostküste je gesehen haben. Doch leider stößt ihre unkonventionelle Art bei ihren bisherigen Arbeitgebern nicht gerade auf Begeisterung, was auch der Grund dafür ist, dass sie bislang nie eine Stelle lange gehalten hat.
Everett Mulberry ist Junggeselle, hat aber nach dem unerwarteten Tod eines guten Freundes und seiner Frau deren drei Kinder geerbt. Und diese drei sind so wild, dass alle Kindermädchen schon nach kurzer Zeit die Flucht ergreifen. Als er beschließt, den Sommer mit seiner standesgemäßen Freundin in Newport zu verbringen, ist er wieder einmal verzweifelt auf der Suche nach einer Nanny.
Everett und Millie sind beide mit ihrem Latein am Ende, als die Mitarbeiterin der Arbeitsagentur ihnen eine letzte Chance gibt: miteinander. Während Millie sich rasch in den jungen Mann verliebt, bemüht sich Everett darum, die Erwartungen der guten Gesellschaft zu erfüllen und eine Dame aus guter Familie zu ehelichen.
Doch als er Zeit mit Millie und den drei Kindern verbringt und den verdächtigen Tod ihrer Eltern untersucht, beginnt er zu ahnen, dass zu einem guten Leben mehr gehört als Geld, eine Vernunftehe und die Anerkennung der Gesellschaft.

Meine Rezi zum Buch findet ihr hier: Chridhe.

Montagsfrage.

Montagsfrage
Guten Morgen! Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende! 😉

Hier meine Antwort auf die heutige Montagsfrage:

Gibt es ein Buch oder eine Reihe, dem/der deiner Meinung nach zu wenig Beachtung geschenkt wurde?

Ach jemine … Eine schwierige Frage. Da gibt es bestimmt viele Bücher … Ich fand spontan

>> Jacqueline Carey: Kushiel-Reihe
>> C. S. Pacat: Prinzen-Trilogie
>> Justin Cronin: Passage-Trilogie
>> Pierce Brown: Red-Rising-Trilogie
>> Ethan Cross: Shepherd-Reihe
>> Thomas Franke: Der Geschichtensammler
>> Elizabeth Kostova: Der Historiker
>> Ulf Torreck: Fest der Finsternis

toll, vermute aber, dass die Verkaufszahlen und der Bekanntheitsgrad des Buches/der Reihe besser sein könnten. Aber das ist bei Büchern ja immer eine Frage des persönlichen Interesses bzw. des literarischen Geschmacks. Klickt einfach auf die jeweiligen Links, die euch den den Rezensionen zu den Büchern bzw. dem ersten Buch der Reihe führen – vielleicht ist ja etwas für euch dabei!
Habt ihr im Gegenzug Lesetipps für mich? 🙂

Lesestoff.

torreck-fest-der-finsternis

Ulf Torreck: Fest der Finsternis. Paris im August 1805: Louis Marais, einst gefeierter Kommissar der Pariser Polizei, wird im Sommer 1805 von dem intriganten Polizeiminister Joseph Fouché von seinem Exil in Brest nach Paris zurückbeordert, um in einer unheimlichen Mordserie an jungen Frauen zu ermitteln. Einziges gemeinsames Merkmal: Alle Frauen wurden auf entsetzliche Weise verstümmelt und haben kurz vor ihrem Tod ein Kind zur Welt gebracht. Als Marais in einer der Leichen ein mysteriöses Kreuz entdeckt, dessen Bedeutung niemand kennt, erkennt er, dass er Unterstützung braucht.
Er zieht den berüchtigten Libertin und Schriftsteller Marquis de Sade als Berater heran, der gerade wieder einmal in eine Irrenanstalt verbannt wurde. Sade kennt die Abgründe des Bösen wie kein Zweiter. Das ungleiche Paar begibt sich auf eine Mörderjagd … immer weiter hinab in die menschlichen Abgründe. Als dann auch noch der Polizeipräfekt Jean-Marie Beaume dem grausamen Mörder zum Opfer fällt und man ihnen die Tat in die Schuhe schiebt, ist nicht länger klar, ob sie es mit einer politischen Verschwörung zu tun haben oder mit einer Satanistensekte, die bis in die höchsten Kreise reicht.

Meine Rezi findet ihr wie üblich hier: Chridhe.

Quote of the Day.

Weniger bekannt ist das Paradox der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.
Damit wünsche ich nicht zu sagen, dass wir z. B. intolerante Philosophien auf jeden Fall gewaltsam unterdrücken sollten; solange wir ihnen durch rationale Argumente beikommen können und solange wir sie durch die öffentliche Meinung in Schranken halten können, wäre ihre Unterdrückung sicher höchst unvernünftig. Aber wir sollten für uns das Recht in Anspruch nehmen, sie, wenn nötig, mit Gewalt zu unterdrücken; denn es kann sich leicht herausstellen, dass ihre Vertreter nicht bereit sind, mit uns auf der Ebene rationaler Diskussion zusammenzutreffen, und beginnen, das Argumentieren als solches zu verwerfen; sie können ihren Anhängern verbieten, auf rationale Argumente – die sie ein Täuschungsmanöver nennen – zu hören, und sie werden ihnen vielleicht den Rat geben, Argumente mit Fäusten und Pistolen zu beantworten.
Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.

Aus: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Mohr Siebeck, Tübingen. Zwei Bände. 524 und 575 S., je 29 EUR.

Wo endet Toleranz bzw. wo muss Toleranz enden? Ein Thema, das mich schon seit einer Weile beschäftigt. Ein Thema, das angesichts der Tatsache, dass man die Medien in unserem Land als Lügenpresse beschimpft und in den USA als Fake News, aktueller denn je ist. Und dem sich (u. a. ) Karl Popper schon 1945 beschäftigt hat. Ein kluger Mann, wenn ich mir seine obigen Gedanken anschaue …