Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken


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Serien im Frühjahr 2017 (Trailer).

Las Chicas del Cable (Die Telefonistinnen). Madrid, 1928: In Madrid wird die Zentrale der ersten Telefongesellschaft eröffnet. Unzählige junge Frauen bewerben sich auf eine Stelle als Telefonistin, um sich ein Stückchen Freiheit zu erkämpfen – gegen Ehemänner, Väter und die Gesellschaft im Allgemeinen. Im Mittelpunkt der Serie stehen die „Chicas“ Lidia, Marga, Carlota und Ángeles, von denen jede ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Geheimnisse mitbringt – und obwohl jede auch ihre ganz eigenen Kämpfe auszufechten hat, ist die gemeinsame Freundschaft oft das Einzige, das sie rettet.

Die erste Hälfte der ersten Staffel (8 von 16 Episoden) von „Las Chicas del Cable“ ist kürzlich in deutscher Synchronisation auf Netflix erschienen. Und ich bin hin und her gerissen: Obwohl die spanische Serie ein gewisses „Telenovela-Feeling“ verbreitet, konnte ich einfach nicht abschalten und habe übers Wochenende alle bislang erhältlichen Episoden gebinget. Denn trotz der teilweise überzeichneten oder stereotypen Charaktere sind die Figuren wirklich sympathische Frauen, und vermutlich entdeckt jede Zuschauerin eine, mit der sie sich identifizieren kann. Ganz zu schweigen davon, dass die Serie viel Zeitkolorit verbreitet und man eine Ahnung von spanischer Geschichte bekommt. Es gibt Liebesgeschichten und Verschwörungen, Erpressungen und Emanzipationen, wiedergefundene Jugendlieben und prügelnde Ehemänner, fiese Sekretärinnen und unschuldige Landeier …

Das einzige Verbrechen ist jedoch der verwendete Soundtrack. Obwohl die Serie in den Zwanzigerjahren spielt, wurden moderne (!) Songs verwendet – und viel zu oft reißt dieser Anachronismus aus der eigentlichen Handlung heraus.


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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG.


Bevor ich in ein Ganztagesmeeting verschwinde, noch schnell meine Antwort auf Goranas Frage/Aufgabe der Woche:

Die 5 besten „Filmkreaturen“

Goranas Aufgabe war eine echte Herausforderung. Wenn man mal ein paar richtige übernatürliche Wesen braucht, fallen einem keine ein, zumindest keine echten Ikonen. 😁 Aber schließlich hatte ich doch eine bunte Mischung an … besonderen Filmkreaturen zusammen:

1. Selene – Underworld-Franchise
Die Qualität der einzelnen Filme variiert stark, aber die toughe Vampirin Selene ist eine meiner Lieblingsfiguren. Ich mag starke Frauenfiguren.

2. Bioraptoren – die Monster aus Riddick – Pitch Black
Ich hatte tagelang Albträume!

3. HAL 9000 – 2001 – Odyssee im Weltraum
„Ich habe Angst, Dave. Dave, ich verliere den Verstand. Ich kann es fühlen.“

4. Kaiju – Pacific Rim
Diese Monstermixe aus einem anderen Universum – großartig und kreativ! Immer wieder unterhaltsam herauszufinden, welche Tiere/Wesen da gerade miteinander gekreuzt wurden.

5. Agent Smith – Matrix-Trilogie
Ich verspüre noch heute das Bedürfnis, „Mister Anderson …“ zu sagen, wenn ich Hugo Weaving in einem Film sehe. 😎

Honorary mention: Frankensteins Monster, Xenomorph (Alien), Predator, Gollum


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Neue Serien in 2017 (Trailer).

The Alienist. Die Verfilmung des wirklich großartigen historischen Krimis „Die Einkreisung“ von Caleb Carr über eine Gruppe von Menschen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in New York auf die Jagd nach einem Serienmörder begegnen, der es überwiegend auf kleine Jungen abgesehen hat, die sich ihren Lebensunterhalt auf … unmoralische Weise verdienen.
Mit Daniel Brühl, Dakota Fanning, Luke Evans u. a.


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Serienmittwoch #72.


Auch in dieser Woche gibt’s eine Serienmittwochfrage von Corly:

Welche Serien guckt ihr eigentlich aktuell und wie gefallen sie euch?

Mmh, die Liste an Serien, die ich Woche für Woche schaue, ist schier endlos, schließlich bin ich ein Serienjunkie: Supernatural, Grantchester, iZombie, Lucifer, The Big Bang Theory, Grey’s Anatomy, die vier Serien aus dem Chicago-Universum … Alle aufzuzählen, würde den Rahmen sicher sprengen. Und wie sie mir gefallen? Gut, sonst würde ich sie ja nicht schauen. 🙂

Aber was ich derzeit am liebsten schaue, und wir mussten schlappe zwei Jahre auf die 2. Staffel warten (Folter!), ist Sense8:

Diese Serie liebe ich wirklich. Ihr Konzept ist sehr ungewöhnlich und in dieser Weise sicher noch nicht da gewesen. Ihre Botschaft von „Wir sind alle miteinander verbunden und können und sollten einander helfen“ und „Du solltest dein Leben so leben, wie du es willst, und dich von anderen nicht verbiegen lassen, auch wenn dein Lebenskonzept nicht der Norm entspricht“ finde ich sehr wohltuend. Jede Folge lädt ein, über die großen Fragen des Lebens nachzudenken und die eigene Haltung zu bestimmten Sachverhalten zu hinterfragen. Und vielleicht zu korrigieren.
Dabei verzichten die Wachowski-Schwestern („Matrix“) bei ihren Protagonisten auf die übliche Gut-und-Böse-Zeichnung – keine von den 8 großartig gespielten Figuren ist nur Licht oder nur Schatten, sie haben beides. Man fühlt sich mit eigentlich jeder Figur sehr schnell verbunden – mit den einen sicher mehr als mit den anderen. Da die Personen in sieben unterschiedlichen Ländern leben, führt die Serie den Zuschauer auch um die ganze Welt – aber trotz ihrer unterschiedlichen Kulturen sind viele Probleme, Sorgen, Wünsche und Sehnsüchte erstaunlich universell!

Bei mir war es damals zwar nicht Liebe auf den ersten Blick – die Serie hat mich schier aus meinem Wohlfühlbereich herauskatapultiert! -, aber als ich dann Feuer gefangen hatte, musste ich sie einfach bingen.