Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken


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Miniserie im Winter 2016/2017 (Trailer).

Taboo. Ich habe zwar im Februar schon einmal darauf hingewiesen (Was?! Die haben uns ein ganzes Jahr auf die Serie warten lassen?!), aber in etwa drei Wochen gibt es nun Folge 1 der Miniserie mit Tom Hardy in der Hauptrolle endlich zu sehen … Eine Koproduktion von FX und BBC, was darauf hindeutet, dass es gut werden müsste.

1814 kehrt James Keziah Delaney (Tom Hardy), der schon am Ende der Welt gewesen ist, von seinen Abenteuern in der Wildnis Afrikas zurück nach London. Dort will der Totgeglaubte das Erbe seines verstorbenen Vaters antreten und dem heruntergekommenen Schifffahrts-Imperium zur neuen Größe verhelfen. Er will sich ein neues Leben aufbauen, doch das Vermächtnis seines Erzeugers ist vergiftet und in jeder Ecke lauern seine Feinde. Dabei läuft er beim Betreten bestimmter Territorien Gefahr, sein eigenes Todesurteil zu besiegeln. In dieser Welt aus Verschwörung, Betrug und Mord entfaltet sich das dunkle Familiengeheimnis der Delaneys. (filmstarts.de)


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Zurückkehrende Serien im Winter 2016/17 (Trailer).

Sherlock. 1. Januar 2017 – „The Six Thatchers“. Tragt euch den Termin in eure Kalender ein, sagt alle anderen Verabredungen ab: Er ist zurück, wahrscheinlich zum letzten Mal. Und dann werden wir erfahren,  ob auch seine Nemesis noch am Leben ist: Moriarty. „Did you miss me?“ Und wie!

(sorry, noch keine Info zur deutschen Ausstrahlung)


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Serienmittwoch Nr. 27.

Da ich zurzeit von einem Meeting ins nächste muss und auch dazwischen kaum Zeit habe, gibt es meine Antwort auf Corlys Serienmittwoch-Frage erst nach Feierabend. 🙂

Sucht euch eure allerliebste Lieblingsserie heraus, und nennt 5–10 Gründe, wieso ihr diese Serie so liebt.

Das stellt mich erst einmal vor die Herausforderung, festzulegen, welches überhaupt meine allerliebste Lieblingsserie ist. Mmpf. Ich würde sagen, es gibt viele, die ich wirklich sehr, sehr gern schaue und von denen ich (fast) alle Folgen auf DVD besitze. Deshalb wähle ich jetzt einfach eine Serie, die hier noch nicht so präsent war: Call the Midwife.

1. Schauspieler
Viele Serien sind heutzutage so beliebt, weil die Darsteller jung und schön sind. Und dann schaut man ggf. auch über schauspielerische Defizite hinweg (würde natürlich niemand zugeben). 🙂 Das ist hier nicht der Fall: Die Darsteller stammen aus unterschiedlichen Altersstufen und werden in wirklich unvorteilhafte Kleidung gesteckt – aber sie machen ihre Sache so gut, dass ich ihnen Woche für Woche abnehme, dass sie wirklich Nonnen und/oder Hebammen sind; dass sie im Armenviertel des Nachkriegslondons leben; dass sie Kinder zur Welt bringen, aber auch sterben sehen; dass sie Menschen betreuen, die unter erbärmlichsten Umständen leben.

2. Vielfältige Charaktere
Der Fundus an Charakteren (neben den Nonnen und Hebammen spielen auch der Hausmeister, ein Polizist, ein Pfarrer und hin und wieder ein Freund/Ehemann größere Rollen) ist groß und vielfältig, aber trotzdem hat jede(r) von ihnen eine gut durchdachte Biografie und ihr eigenes Schicksal im Rahmen der Serie. Die Figuren werden mit neuen, ungewohnten Situationen konfrontiert, an denen sie wachsen müssen. Und selbst Lebensumstände oder Lebenserfahrungen, die damals ein Skandal waren (Homosexualität, Abtreibung, Inzest, Kinderschwangerschaft etc.), werden mit einem großen Herzen und viel Liebe behandelt. Da einige der Hauptfiguren Nonnen sind, könnte man erwarten, dass sie auf vieles mit wenig christlicher Nachsicht reagieren, aber genau das Gegenteil ist der Fall.

3. Stories
Die erzählten Geschichten sind vielfältig und werden sehr authentisch und realistisch vermittelt. Es geht um Armut, um Kinderreichtum, um Downies, um Lebenserwartungen, Homosexualität, schwierige Eltern-Kind-Beziehungen, Wochenbett-Depression, um Kuckuckskinder und Untreue, um Vergewaltigung, das Frauenbild Mitte des 20. Jahrhunderts, Altersdemenz, Alkoholismus, gewalttätige Ehemänner, Kindstode und vieles, vieles mehr.

4. Zeitkolorit
Der Zuschauer erfährt auf unterhaltsame Weise, wie sich die britische Geschichte in den Fünfzigern und Sechzigern entwickelt. Wie sich das Frauenbild entwickelt. Wie sich die Medizin entwickelt.
Aber wenn mir jetzt noch jemand erklären könnte, wie es den Machern gelingt, Geburten so realistisch zu präsentieren …

5. Musik
Ich liebe die Musik aus der Mitte des 20. Jahrhunderts – und zu einer Serie, die in dieser Zeit spielt, gehört natürlich auch die richtige Musik. Und die fließt hier ein, ohne dass man – wie heute so oft – regelrecht mit Musik bombardiert wird, sodass man die Dialoge nicht mehr versteht.

6. Das ganz besondere Etwas
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die heulen, wenn im Fernsehen oder Kino gestorben wird. Aber Call the Midwife gelingt es jede Woche, mich zu Tränen zu rühren: weil jemand stirbt, weil jemand Vergebung erfährt, weil jemand unter schrecklichen Bedingungen lebt, aber trotzdem das Beste daraus macht, weil jemand den Mut hat, das eigene Schicksal offenzulegen …
Aber trotz all der schlimmen Aspekte ist immer noch Raum für Humor und Liebe.

After Edit:
Durch Zufall bin ich gerade auf einen sehr guten, neuen Artikel zum Thema „Why Call The Midwife Is The Best Show You’re Not Watching“ gestoßen!