Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken


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Serienmittwoch #84.


Es ist schon wieder Mittwoch – und in diesem Fall sogar mein letzter Arbeitstag vor dem Urlaub. Ich vermute mal, er wird ziemlich angefüllt sein mit „Kannst du vor deinem Urlaub noch schnell …“-Aufgaben. Deshalb hier ganz kurz und schmerzlos meine Antwort auf die Serienmittwochsfrage:

Wie seht eure aktuelle Serienwunschliste aus? Welche Serien stehen darauf, die ihr gerne unbedingt gucken möchtet?

In meinem Wohnzimmer liegt noch ein ganzer Stapel von ungeschauten DVDs bzw. meine Wunschliste bei Netflix ist noch ellenlang, daher hier nur meine Top 5, obwohl ich vermutlich locker eine Top-10-Liste zusammenbekommen würde:

Lucifer S3
Lucifer hat mich von Folge 1 an begeistert, und nach dem Cliffhanger von S2 muss ich natürlich wissen, wie es mit meinem gefallenen Engel weitergeht. Ich wünschte, wir hätten schon Oktober. 😉

Outlander S3
Claire und Jamie werden sich in S3 endlich wiedersehen. Hach, und wenn ich dann an ihre erste Szene denke … Hier muss ich wohl nur bis September warten!

Sense8 S3
Ja, ich weiß, Netflix hat diese Serie abgesetzt, und wir kriegen jetzt nur eine abschließende Doppelfolge, die alle Fäden zu Ende führt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt …

The Strain S4
Die letzte Staffel der Vampirserie. Da ich die Bücher kenne, weiß ich, wie sie ausgehen wird, aber egal, die Serie ist wirklich gut …

The Handmaid’s Tale S2
Die erste Staffel wurde gerade erst zu Ende ausgestrahlt, aber da S2 eine neue Geschichte erzählen wird (S1 endet da, wo auch das Buch endet – Mist, ich habe es noch gar nicht rezensiert …), bin ich schon sehr gespannt. Die Serie war für mich das Highlight dieses Jahres.

The Alienist S1
Da ich das dazugehörige Buch schätze (Caleb Carr: Die Einkreisung), freue ich mich schon sehr auf die Verfilmung.

Call the Midwife S7
Die Serie geht in die 7. (?) Runde, aber sie fasziniert mich immer noch … Allerdings geht es wohl erst im Frühjahr 2018 damit weiter.

Mist, jetzt ist es doch eine Top-7-Liste geworden, obwohl ich The Walking Dead, Z Nation, Grey’s Anatomy, Black Sails, Zoo und viele, viele andere gar nicht erst aufgelistet habe.

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Serienmittwoch #65.


Auch in dieser Woche gibt es wieder eine Serienmittwochsaufgabe von Corly. Danke übrigens, dass Du Dir immer so viele Gedanken machst!

Meine Lieblingsserie ist Call the Midwife, und ich mag sie so gern, weil sie mir Einblick in die Historie nach dem Ende des 2. Weltkriegs gibt und weil es ihr immer wieder gelingt, mich zu berühren, weil sie so gute menschliche Geschichten erzählt.

Ich würde gerne mal John Noble in folgender Serie schauspielern sehen: Supernatural, denn das wäre sicher aufgrund seiner Skurrilität wirklich eine Bereicherung für die Serie.

Hayley Atwell spielt ja wirklich gut, aber sie hat einfach Pech mit ihren Serien, weil die immer zu früh eingestellt werden.

Ich liebe Serien, weil sie mein Abendprogramm so vielfältig machen und weil sie zeitlich überschaubare Unterhaltung bieten.

Mein Lieblingsthema in Serien ist ja das Übernatürliche, weil es einfach so weit von meinen realen Erfahrungen entfernt ist und weil die möglichen Storys nicht an einen bestimmten Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte gebunden und so vielfältig sind.

Mein Serienfieber hat schon in meiner Jugend angefangen, aufgrund der Tatsache, dass ich damals den ersten eigenen Fernseher bekam, oder weil ich eben kein Outdoor-Kind war.

Meinen goldenen Serienpokal erhält ja Supernatural, weil es der Serie gelingt, mich schon seit 12 Jahren so zu fesseln.

Serien zu gucken ist für mich ein wichtiges Hobby.

Abschließend zu diesen Lückenfüller möchte ich zum Serienmittwoch sagen, dass es echt Spaß macht, jede Woche wieder mitzumachen, und außerdem ist es spannend, die Antworten der anderen zu lesen.


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Serienmittwoch Nr. 27.

Da ich zurzeit von einem Meeting ins nächste muss und auch dazwischen kaum Zeit habe, gibt es meine Antwort auf Corlys Serienmittwoch-Frage erst nach Feierabend. 🙂

Sucht euch eure allerliebste Lieblingsserie heraus, und nennt 5–10 Gründe, wieso ihr diese Serie so liebt.

Das stellt mich erst einmal vor die Herausforderung, festzulegen, welches überhaupt meine allerliebste Lieblingsserie ist. Mmpf. Ich würde sagen, es gibt viele, die ich wirklich sehr, sehr gern schaue und von denen ich (fast) alle Folgen auf DVD besitze. Deshalb wähle ich jetzt einfach eine Serie, die hier noch nicht so präsent war: Call the Midwife.

1. Schauspieler
Viele Serien sind heutzutage so beliebt, weil die Darsteller jung und schön sind. Und dann schaut man ggf. auch über schauspielerische Defizite hinweg (würde natürlich niemand zugeben). 🙂 Das ist hier nicht der Fall: Die Darsteller stammen aus unterschiedlichen Altersstufen und werden in wirklich unvorteilhafte Kleidung gesteckt – aber sie machen ihre Sache so gut, dass ich ihnen Woche für Woche abnehme, dass sie wirklich Nonnen und/oder Hebammen sind; dass sie im Armenviertel des Nachkriegslondons leben; dass sie Kinder zur Welt bringen, aber auch sterben sehen; dass sie Menschen betreuen, die unter erbärmlichsten Umständen leben.

2. Vielfältige Charaktere
Der Fundus an Charakteren (neben den Nonnen und Hebammen spielen auch der Hausmeister, ein Polizist, ein Pfarrer und hin und wieder ein Freund/Ehemann größere Rollen) ist groß und vielfältig, aber trotzdem hat jede(r) von ihnen eine gut durchdachte Biografie und ihr eigenes Schicksal im Rahmen der Serie. Die Figuren werden mit neuen, ungewohnten Situationen konfrontiert, an denen sie wachsen müssen. Und selbst Lebensumstände oder Lebenserfahrungen, die damals ein Skandal waren (Homosexualität, Abtreibung, Inzest, Kinderschwangerschaft etc.), werden mit einem großen Herzen und viel Liebe behandelt. Da einige der Hauptfiguren Nonnen sind, könnte man erwarten, dass sie auf vieles mit wenig christlicher Nachsicht reagieren, aber genau das Gegenteil ist der Fall.

3. Stories
Die erzählten Geschichten sind vielfältig und werden sehr authentisch und realistisch vermittelt. Es geht um Armut, um Kinderreichtum, um Downies, um Lebenserwartungen, Homosexualität, schwierige Eltern-Kind-Beziehungen, Wochenbett-Depression, um Kuckuckskinder und Untreue, um Vergewaltigung, das Frauenbild Mitte des 20. Jahrhunderts, Altersdemenz, Alkoholismus, gewalttätige Ehemänner, Kindstode und vieles, vieles mehr.

4. Zeitkolorit
Der Zuschauer erfährt auf unterhaltsame Weise, wie sich die britische Geschichte in den Fünfzigern und Sechzigern entwickelt. Wie sich das Frauenbild entwickelt. Wie sich die Medizin entwickelt.
Aber wenn mir jetzt noch jemand erklären könnte, wie es den Machern gelingt, Geburten so realistisch zu präsentieren …

5. Musik
Ich liebe die Musik aus der Mitte des 20. Jahrhunderts – und zu einer Serie, die in dieser Zeit spielt, gehört natürlich auch die richtige Musik. Und die fließt hier ein, ohne dass man – wie heute so oft – regelrecht mit Musik bombardiert wird, sodass man die Dialoge nicht mehr versteht.

6. Das ganz besondere Etwas
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die heulen, wenn im Fernsehen oder Kino gestorben wird. Aber Call the Midwife gelingt es jede Woche, mich zu Tränen zu rühren: weil jemand stirbt, weil jemand Vergebung erfährt, weil jemand unter schrecklichen Bedingungen lebt, aber trotzdem das Beste daraus macht, weil jemand den Mut hat, das eigene Schicksal offenzulegen …
Aber trotz all der schlimmen Aspekte ist immer noch Raum für Humor und Liebe.

After Edit:
Durch Zufall bin ich gerade auf einen sehr guten, neuen Artikel zum Thema „Why Call The Midwife Is The Best Show You’re Not Watching“ gestoßen!