Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken


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Lesestoff

Tahereh Mafi: Zerstöre mich. In „Ich fürchte mich nicht“ ist Juliette die Flucht aus den Fängen des Reestablishments gelungen – indem sie dessen Anführer Warner eine Kugel in die Schulter jagte. Sie glaubte ihn tot zurückzulassen, doch Warner ist nur schwer verletzt. Und nimmt den Leser in „Zerstöre mich“ mit auf eine faszinierende Reise.
Denn Warner scheint hassenswert – grausam, gefühlskalt, berechnend – und ist doch voller innerer Zweifel, hin- und hergerissen zwischen seiner Erziehung durch seinen grausamen Vater und seiner Liebe zu Juliette, die er unbedingt wiedersehen muss – auch wenn sie ihn offensichtlich verabscheut. Und so kämpft der noch geschwächte Warner zum einen darum, die Disziplin auf der Militärbasis aufrecht zu erhalten, während er andererseits mit aller Macht darauf hinarbeitet, Juliette wieder in seine Gewalt zu bringen. Bis sein Vater, Oberbefehlshaber des Reestablishments, in Warners Basis auftaucht. Und als Warner dessen Pläne für Juliette erfährt, wird ihm klar, dass er sich endgültig entscheiden muss …

Meine Rezension zu dieser Geschichte findet ihr wie immer hier: Chridhe.


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Montagsfrage.

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Ich sitze seit 7:15 Uhr im Büro – nachdem ich erst einmal in allen Büros auf dem Flur die Fenster weit geöffnet habe. Aber ein Luftzug will hier einfach nicht für Abkühlung sorgen. Meine Klimaanlage sagt, es seien schon 25 Grad. Mmpf. Wie ist es bei euch? Sauniert ihr auch schon?

Die Montagsfrage dieser Woche stammt dieses Mal nicht von Buchfresserchen selbst, sondern von Corly:

Welche Bücherwelten magst du am liebsten und wieso?

Schon seit meinen Studienzeiten liebe ich Dystopien aller Arten – und obwohl diese Welten bedrohlich sind und Bewohner, die aus den Regeln ausbrechen, Gefahr laufen, ihren Kopf zu verlieren, finde ich diese Welten am faszinierendsten. Das liegt vermutlich daran, dass ich sowieso eine Schwäche für SciFi habe. Fragen wie „Welche technologischen Entwicklungen wird es wohl geben?“, „Wie wird sich unsere Gesellschaft entwickeln?“ oder: „Was sind mögliche Gefahren, die uns in der Zukunft erwarten?“ beschäftigen mich sehr. Und damit verbunden ist dann immer auch die Frage: Welche von diesen möglichen Entwicklungen können wir heute schon feststellen? Und wie würde ich mich in einer solchen Situation verhalten? Wäre ich eine der Rebellen (was wir natürlich alle gern glauben würden) oder doch „nur“ ein schweigender Mitläufer (was für uns alle vermutlich die realistischere Perspektive ist)?

Eine zweite Welt fasziniert mich aber ebenfalls: Schottland. Ich liebe Romane, die in Schottland spielen. Was damit zusammenhängen dürfte, dass ich schon mehrfach durch das Land gereist bin und bei Schottland-Romanen auch die konkrete Landschaft vor Augen habe. Und wahrscheinlich träume ich auch von einem Wurmloch, das mich in die Vergangenheit katapultiert. Diana Gabaldon lässt grüßen. 😉 By the way: Falls mir jemand tolle Romane empfehlen kann (z. B. auch gern Krimis), die in Schottland spielen: Immer her damit!

Wie ist es bei euch? Welche literarische Welt fasziniert euch am meisten?


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Serienmittwoch #71.


Auch in dieser Woche gibt es eine neue Serienfrage von Corly:

Welche Serie habt ihr zuletzt für euch entdeckt und warum gefällt sie euch so?

Ich habe kürzlich angefangen (okay, die SERIE wird auch erst seit Kurzem ausgestrahlt), „The Handmaid’s Tale“ zu schauen. Warum? Weil ich das dazugehörige Buch (wer es noch nicht wusste: Die Serie basiert auf dem Roman „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood) schon seit vielen Jahren sehr liebe. Falls man überhaupt sagen kann, dass man eine Dystopie liebt. 😉

Margaret Atwood erzählt in ihrem Buch die Geschichte von Desfred (im Film bzw. der englischen Ausgabe heißt sie Offred). Nach einem Staatsstreich kommt es zur Gründung der Republik Gilead durch eine christlich-fundamentalistische Gruppierung. Der Präsident und alle Mitglieder des Kongresses werden ermordet und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Die Armee erklärt den Notstand, Zeitungen werden zensiert und Straßensperren eingerichtet. Vor allem die Stellung der Frau leidet unter den neuen Gegebenheiten: Frauen dürfen kein Eigentum besitzen und haben sich dem Mann vollständig unterzuordnen; ihr Eigentum fällt an den nächsten männlichen Verwandten. Sie haben nur noch eine einzige Aufgabe und Pflicht: Kinder zu gebären. Doch aufgrund einer nuklearen Katastrophe und vielen menschlichen „(Umwelt-)Sünden“ ist die Geburtenrate extrem gesunken; viele Menschen können keine Kinder mehr bekommen. Desfred ist eine der wenigen fruchtbaren Frauen. Deshalb lebt sie als „Magd“ im Haus des Kommandanten und soll für ihn und seine unfruchtbare Frau Serena Joy ein Kind empfangen und austragen.

Warum mir die Geschichte gefällt?
1. Ich habe eine Schwäche für Dystopien, in denen man mir ein glaubwürdiges Weltbild und glaubwürdige Charaktere zeigt – und in denen es nicht nur um die obligatorische Lovestory oder den Love Triangle geht.
2. Atwood sagt zu ihrem Buch, dass sie sich im Grunde nichts ausgedacht hat, das es in der Menschheitsgeschichte nicht schon gegeben hat oder gibt. Ein Rezensent hat zum Buch geschrieben: „… alle Taten sind irgendwann schon einmal begangen worden, die Autorin hat nur die Zeit, den Schauplatz und einige Details geändert und alles in einen neuen Kontext gestellt …“ Das macht diese Geschichte unglaublich bedrückend. Und aktuell.
3. All diese Dinge finden sich in der Serie sehr anschaulich dargestellt – die Farbsymbolik, die bedrückende Atmosphäre etc.
4. Außerdem gibt es wirklich gute Darsteller, die die bekannte Geschichte zum Leben erwecken.
5. Ich bin Woche für Woche froh, dass immer nur eine neue Episode erscheint, denn die Ereignisse schnüren mir so manches Mal die Kehle zu.


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Serienmittwoch #68.


Auch heute gibt es von Corly eine neue Frage zum Thema „Serien“:

Zu welchem Hauptthema würdet ihr gerne mal eine Fernseherie sehen und wieso interessiert euch das Thema so? Wie würde die Serie aussehen? (Aufbau/Inhalt/Charkatere etc.).

Puh, eine schwierige Aufgabe, da ich – wie in so vielen anderen Bereichen – eine Ahnung habe, was mir gefallen wüde, aber eher eine genaue Vorstellung davon habe, was ich auf keinen Fall schon wieder sehen will. Deshalb im Folgenden eine Mischung aus beidem:
Ich wünsche mir eine (weitere) dystopische Serie – am liebsten wäre es mir, wenn jemand endlich die Passage-Trilogie verfilmen würde. Falls jemand nicht weiß, worum es da geht: Das amerikanische Militär versucht – mal wieder – Supersoldataen zu erschaffen. Die die Experimente schlagen fehl, und heraus kommt eine schiere Plage von vampirischen Wesen, die die Weltbevölkerung größtenteils auslöschen. Etwa hundert Jahre später lebt eine kleine Gruppe – eine von wenigen – hinter hohen Mauern, die von UV-Lampen gesäumt werden, was die Vampire zurückhält. Doch einige erkennen, dass die Technik überaltert ist und die Ressourcen zur Neige gehen. Als sie sich außerhalb der schützenden Mauern begeben, finden die Mitglieder der Gruppe ein junges Mädchen namens Amy, das zwar ebenfalls unsterblich ist, aber nicht den Blutdurst der Vampire teilt …
Was ich also sehen will: eine richtig gut erzählte Geschichte mit Gruselfaktor, in der die Charaktere glaubwürdig ausgearbeitet sind; eine Serie, in der Frauen nicht über ihre Beziehung zu Männern definiert werden und nur als gut aussehendes Beiwerk fungieren; eine Serie, die nicht eine gute Geschichte schwach weitererzählt, die eigentlich nach 5 Staffeln auserzählt war. Was ich jedoch nicht sehen will: irgendwelche stereotypen Beziehungsgeflechte – weder Love Triangles noch ein sich über endlose Staffeln hinziehendes „Will they or won’t they“.


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Lesestoff.

Adrian J. Walker: Am Ende aller Zeiten. Edgar Hill ist Mitte dreißig und er hat sein Leben gründlich satt. Er ist unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer. Seinen beiden kleinen Töchtern steht er recht distanziert gegenüber, die Beziehung zu seiner Frau ist abgekühlt. Stattdessen flüchtet er sich in das Feierabendbier und den Fernseher. Er fragt sich: War das sein Leben? Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt.
Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer, den die Regierungen der Welt bis zum Vorabend vor den Menschen geheimgehalten haben, verwüstet (nicht nur) die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang?
Edgar und seine Familie können sich in ihren Keller retten und werden eine Woche später von militärischen Suchtrupps gefunden. Während es zunächst den Anschein hat, als … , werden die vier während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er innerhalb von etwa drei Wochen 500 Meilen weit laufen, um das rettende Schiff zur Südhalbkugel zu erwischen – durch ein zerstörtes Land, von Edinburgh nach Cornwall.
Zusammen mit einer Handvoll Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Lauf durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben.

Meine Rezension dazu findet ihr wie immer hier: Chridhe.


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Lesestoff.

cronin-die-spiegelstadtJustin Cronin: Die Spiegelstadt (Passage-Trilogie #3) Gut 20 Jahre sind seit dem Tag vergangen, an dem Amy den Zwölfen gegenübergetreten ist und sie gemeinsam mit ihren Freunden vernichtet hat. Die Schreckensherrschaft der Blutsauger und ihrer Abkömmlinge scheint vorbeizusein. Da seither auch keine Virals mehr gesehen wurden, haben sich die Überlebenden nach und nach aus ihrer eng ummauerten Zuflucht gewagt. Die Tore der Stadt stehen offen, die Menschen haben damit begonnen, das Land wieder zu bevölkern. Auf den Ruinen der einstigen Zivilisation wollen sie eine neue, eine bessere Gesellschaft aufbauen: der älteste Traum der Menschheit.
Doch was sie nicht wissen: In der fernen, verlassenen Stadt New York lauert der Eine: Zero. Der Vater der Zwölf, der ursprüngliche Träger des Virus. Einst ein hochbegabter Wissenschaftler namens Timothy Fanning, der, seit er seine große Liebe verlor, nur noch von Rachedurst und Wut erfüllt ist. Sein Ziel ist es, die Menschheit endgültig auszulöschen. Seine Truppen sind bereit. Und der Zeitpunkt ist gekommen.
Nur Amy vermag ihn jetzt noch aufzuhalten, das Mädchen aus dem Nirgendwo, die einzige Hoffnung der Menschheit. Denn was die Menschen ebenfalls nicht wissen: Amy hat den Kampf gegen die Zwölf überlebt und wird seither von einem ihrer Mitstreiter versteckt. Und versorgt. Gemeinsam mit Carter, dem letzten noch Lebenden der Zwölf, wartet sie darauf, dass Zero den ersten Zug macht …

Die ausführliche Rezension (Achtung, Spoiler!) findet ihr hier: Chridhe.


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Neue Serien im Frühjahr 2017 (Trailer).

The Handmaid’s Tale. Endlich gibt’s den ersten Teaser zur Verfilmung des gleichnamigen dystopischen Romans von Margaret Atwood (dt. „Der Report der Magd“). Falls ihr das Buch nicht kennt: unbedingt lesen!