Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken


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Montagsfrage.

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Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber bei uns hier regnet es schon seit Stunden vor sich hin … Und das soll der Sommer sein? *seufz* Na ja, da ich dem Regen durch das Fenster meines Büros zuschaue, ist es nicht ganz so schlimm. 😉
Auch in dieser Woche gibt es bei Buchfresserchen wieder eine Montagsfrage – und dieses Mal wurde sie ihr anonym zugesandt:

Welche Erfahrungen habt ihr mit Gay Romance gemacht? Was reizt euch daran, was stößt euch ab? Habt ihr Lesetipps?

Ich lese durchaus hin und wieder Gay Romance, und das fast ausschließlich in Form von E-Books. Das liegt zum einen daran, dass die Geschichten oft relativ kurz und qualitativ nicht gaaanz so hochwertig sind. Es gibt m. W. nur wenige Autorinnen und Autoren, die sich hier die Mühe machen, Geschichten zu verfassen, in denen es nicht nur um „Sie lernen sich (oberflächlich) kennen und landen im Bett“ geht (korrigiert mich), sondern die eine gut durchdachte Handlung konzipieren, bei der die Tatsache, dass die handelnden Figuren eben schwul oder lesbisch sind, zwar wichtig, aber nicht alles ist.
Hier einige Romane bzw. Reihen, die ich hier empfehlen könnte:

– C. S. Pacat: Die PrinzenTrilogie (Gay Fantasy)
– Diana Gabaldon: Lord John Grey-Romane (historical Fiction, Krimi)
– Leta Blake/Alice Griffiths: Will & Patrick wake up married (humorvoll, contemporary)
– Madeleine Urban & Abigail Roux: Cut & RunReihe (Gay Thriller); Warrior’s Cross (Gay Thriller)
– Samantha Kane: Brothers in Arms-Serie (historical Fiction; teilweise MMF)

Warum ich so etwas lese?
Weil ich meinen Horizont erweitern und mal aus meinem ganz persönlichen Wohlfühlbereich herauswollte. Die guten Geschichten haben mir die Augen darüber geöffnet, wie man in unserer Gesellschaft mit Menschen umgeht bzw. umging, die eben nicht der Norm entsprechen – nicht nur „irgendwann früher einmal“, sondern auch noch in der heutigen Zeit. Wir glauben zwar, dass wir heutzutage ach so aufgeklärt sind, aber wenn wir dann mit Personen konfrontiert sind, deren Lebensentwurf dem unseren widerspricht – dann zeigt sich, wie wir wirklich gestrickt sind.
Weil ich auch einmal Romane lesen wollte, in denen es nicht nur darum geht, dass eine Frau den Mann fürs Leben findet und gewissermaßen davor gerettet werden muss, eine alte Jungfer zu werden. In vielen Gay-Romance-Geschichten begegnen sich die Protagonisten auf Augenhöhe; hier ist oft niemand erst dann vollständig, wenn er von einem anderen gerettet wurde (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel).

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr Gay Romance?


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Lesestoff.

Robin Schone: The Lady’s Tutor. London, 1886: Elizabeth Petre wurde mit siebzehn Jahren mit ihrem Mann Edward verheiratet. In den sechszehn Jahren ihrer kalten Ehe hat sie ihm zwei Söhne geschenkt und unterstützt den Schatzkanzler in seinen politischen Bestrebungen, in dem sie wohltätige Aufgaben und repräsentative Pflichten erfüllt. Als sie erkennt, dass ihr Mann eine Geliebte hat und weil sie sich auch selbst nach der Berührung eines Mannes sehnt, Edward aber treu bleiben will, beschließt sie, ihn zu verführen. Und sie kennt nur einen Mann, der sie die erotischen Geheimnisse der Liebe lehren kann.
Ramiel Devington, Lord Safyre, ist der Bastard einer englischen Gräfin und eines Scheichs ist sowohl in der britischen als auch der arabischen Kultur zu Hause – doch von der guten Gesellschaft wird er geschnitten. Als eines Tages die Frau des Schatzkanzlers um seine Hilfe bittet, kann er der Versuchung nicht widerstehen, sie mit sinnlichen Vergnügungen bekannt zu machen.
Aber schon bald geschieht, was beide nicht erwartet haben: Obwohl beide aus unterschiedlichen Welten kommen, fühlen sie sich zueinander hingezogen, und Elizabeth muss sich zwischen ihren familiären Verpflichtungen und einer verbotenen Leidenschaft entscheiden …

Meine Rezension findet ihr hier: Chridhe.


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Lesestoff.

Jen McLaughlin: Between us. Mackenzie Forbes ist mit Anfang zwanzig eine erfolgreiche Countrysängerin, studiert nebenbei aber noch Psychologie. Sie hat schon viel erlebt in ihrem Leben: Mit 17 wurde sie berühmt, ihre Mutter hat einen Teil ihres Vermögens mit Drogen durchgebracht, was zu einer Scheidungsschlacht mit Macs Vater führte, der aber wenig später schon bei einem Unfall ums Leben kam.
Und weil sie bereits zwei schreckliche Erfahrungen mit (potenziellen) Freunden und Paparazzi hinter sich hat, will sie während des Spring Break unerkannt in Key West dafür sorgen, dass ihre Jungfräulichkeit Geschichte ist, ohne dass die Presse davon Wind bekommt.
Austin ist Mitte zwanzig und hat ebenfalls eine schreckliche Kindheit hinter sich: Sein Vater war Alkoholiker, misshandelte Frau und Kinder und war für den Tod der Mutter verantwortlich. Nun trägt Austin seit vielen Jahren die Verantwortung für seine jetzt 16-jährige Schwester. Als Barkeeper sorgt er für den Unterhalt seiner kleinen „Familie“.
Doch er kann es kaum glauben, als eines Tages die berühmte Sängerin Mackenzie Forbes vor ihm steht und ihm zu verstehen gibt, dass sie eine Nacht mit ihm verbringen will …

Die Rezension dazu findet ihr hier: Chridhe.


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Lesestoff.

ward stepbrother dearestGreta freut sich auf das letzte Jahr an der Highschool, denn ihr Stiefbruder Elec, dem sie noch nie begegnet ist, zieht für das Abschlussjahr von Kalifornien zu ihnen nach Boston. Doch Elec stellt sich als rebellischer Macho heraus, der jeden Abend ein anderes Mädchen mit nach Hause bringt – am meisten aber stört Greta die Art, wie ihr Körper auf ihn reagiert. Doch so schnell wie Elec in Gretas Leben getreten ist, so schnell verschwindet er auch daraus – nicht ohne ihr in der letzten Nacht nicht nur ihre Jungfräulichkeit, sondern auch ihr Herz zu rauben.
Als Gretas Stiefvater sieben Jahre später verstirbt, begegnen sich die beiden wieder. Sie muss feststellen, dass aus dem Teenager ein Mann geworden ist, der immer noch die Macht besitzt, ihr Herz in tausend Teile zu zerbrechen … und dass er in festen Händen ist.

Meine Rezension dazu findet ihr hier: Chridhe. Aber Vorsicht: Nur auf eigene Gefahr! 😉


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Lesestoff.

jacquelyn-change-of-heartNicole Jacquelyn: Change of Heart. Anita Martin hat keine große Erwartungen an das Leben. Ihre Mutter hat sich nie viel aus ihr gemacht und so wurde sie in ihrer Kindheit und Jugend von einer Pflegefamilie zur nächsten geschoben.
Bis sie mit sechzehn bei den Evans‘ landet. Dort findet sie wirklich ein Zuhause, obwohl es ihr lange schwerfällt, sich nicht mehr als Außenseiterin zu fühlen.
Die Evans‘ sind eine Großfamilie mit mehreren Pflegekindern, alle sind eng miteinander verbunden sind – alle außerAnita und ihr drei Jahre älterer Pflegebruder Abraham.
Vierzehn Jahre lange streiten sich die beiden über alles – nur in einem sind sie sich einig: dass sie sich nicht leiden können. Bis Anita eines Abends ein Geheimnis lüftet, das Abrahem vor allen verborgen hat. Es kommt zum Streit – und beide landen miteinader im Bett.
Obwohl es nicht bei einem einmaligen Treffen bleibt, streiten beide ab, dass es zwischen ihnen mehr ist als unverbindlicher Sex. Womit die junge Frau auch einverstanden ist. Bis Anitas Leben eine dramatische Wendung nimmt und sie mehr von Abraham braucht, als dieser zu geben bereit ist …

Die Rezension zum Buch findet ihr hier: Chridhe.


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Lesestoff.

page-blutrotSharon Page: Blutrot – die Farbe der Lust. Yorkshire, 1818: Die junge Vampirjägerin Althea Yates ist erst kürzlich mit ihrem Vater – ebenfalls ein Vampirjäger – aus den Karpathen nach England zurückgekehrt. Dieser will dort den uralten Vampir Zayan zur Strecke bringen, einen der mächtigsten Blutsauger überhaupt. Dabei helfen sollen ihm die Vampirzwillinge Bastien und Yannick de Wynter. Allerdings liegt Letzterer aufgrund eines Fluches in einem todesähnlichen Schlaf, und niemand weiß genau, wo.
Kaum in Yorkshire angekommen, erfüllen Träume voller Wolllust die Nächte von Althea. Träume, in denen sie von zwei Männern gleichzeitig geliebt wird. Träume, die plötzlich wahr zu werden scheinen, als zuerst der faszinierende Bastien in Altheas Schlafkammer steht und wenige Tage später auch Yannick, der dank der Yates‘ endlich erwacht ist. Doch wie kann die junge Frau zwei Wesen in ihr Bett lassen, auf die sie doch eigentlich Jagd macht, dämonische Bestien, die Althea geschworen hat zu vernichten …

Die Rezension dazu findet ihr hier: Chridhe.


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Lesestoff.

kennedy the dealElle Kennedy: The Deal (Off Campus #1). Die junge Studentin Hannah Wells hat sich verliebt. In Justin, einen Footballspieler ihrer Universität. Der aber überhaupt nicht weiß, dass sie existiert, schmachtet sie ihn doch still aus der Ferne an. Während die junge Frau nämlich alle Bereiche ihres Lebens gut im Griff hat, hat sie aufgrund einer schlimmen Erfahrung im Beziehungsbereich so ihr Päckchen zu tragen. Wenn sie die Aufmerksamkeit ihres Schwarms auf sich ziehen will, muss sie etwas unternehmen – und wenn das bedeutet, dass sie dem großspurigen Hockeyspieler Garrett Nachhilfe gibt und dieser ihr Image im Gegenzug etwas aufpoliert.
Garrett Graham will nur eines: nach dem Studium Profi-Hocheyspieler werden. Wie sein Vater. Aber als sich sein Notendurchschnitt aufgrund einer verhauenen Klausur verschlechtert, braucht er Unterstützung. Und wenn er dafür nur einer jungen Studentin helfen muss, ihren Schwarm eifersüchtig zu machen, indem er so tut, als sei sie sein Date – warum nicht?
Doch als ein einfacher Kuss schließlich zum wildesten Sex ihrer beider Leben führt, erkennt Garrett schließlich, dass er mehr will. Jetzt muss er bloß noch Hannah davon überzeugen, dass sie nicht etwa deshalb Zeit mit ihm verbringt, weil sie Justin eifersüchtig machen will, sondern weil sie in
ihn verliebt ist …

Meine Rezension gibt’s hier: Chridhe.


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Lesestoff.

kelly-roommatesHazel Kelly: Roommates. Jenny und Ethan sind noch Teenager, als ihre Mutter und sein Vater heiraten. Obwohl die beiden völlig unterschiedlich sind – sie ein schüchterner Nerd, er ein beliebter Sportler -, fühlen sich beide zueinander hingezogen. Doch durch die Heirat ihrer Eltern bleiben ihre Gefühle unausgesprochen.
Jahre später lebt Ethan als Barkeeper in New York, als eines Abends unerwartet Jenny in seiner Wohnung steht. Sie hat ein Vorsprechen an einem Theater und will – auf Anraten seines Vaters – einige Tage auf seinem Sofa übernachten. Und wieder ringen die beiden darum, ihre Gefühle voreinander zu verbergen …

Mehr dazu gibt’s hier: Chridhe.


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Sinnliche Seiten …

Ein Blick in die Bestsellerlisten beweist es: Das Interesse an dramatischen Liebesgeschichten mit erotischen Szenen ist ungebrochen. „Fifty Shades of Grey“ von E. L. James hat das Genre salonfähig gemacht, Anna Todd ist mit ihrer „After“-Serie sensationell erfolgreich, und auch die „Royal-Passion“-Trilogie von Geneva Lee konnte sich sofort in den Top 10 platzieren. Deshalb hat Random House auf der Leipziger Buchmesse eine Website speziell für Fans der (erotischen) Liebesromane ins Leben gerufen, über die ich gerade gestolpert bin:

Sinnliche Seiten

Mit Neuigkeiten zu einschlägiger Literatur, aber auch unterhaltsamen News und Ratgeber-Artikeln. Viel Spaß beim Schmökern!


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Montagsfrage.

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Als ich heute Morgen Buchfresserchens Montagsfrage gelesen habe, dachte ich: Oh, die ist gut. Dazu habe ich etwas zu sagen. Und als ich ihren Beitrag dann gelesen habe, musste ich feststellen, dass das ja eine von meinen Vorschlägen war. Herzlichen Dank! *vbg* Also, dann hier mein Geständnis auf die Frage:

Besitzt du Bücher, die hinten im Regal stehen (oder gar nicht im Regal stehen), weil du dich insgeheim dafür schämst?

Und natürlich hätte ich mir damals diese Frage nicht ausgedacht, wenn sie nicht auch ins Schwarze treffen würde: Ja, ich besitze Bücher aus meiner Vor-E-Book-Reader-Zeit, die entweder in der dritten Reihe – ganz hinten an der Wand – stehen oder unterm Bett liegen – allerdings nicht so viele, wie ihr jetzt meint. Ganz zu schweigen von den E-Books, die hier auf meinem Rechner herumdümpeln. Und natürlich handelt es sich dabei nicht um hoch anspruchsvolle Literatur à la „Die Bedeutung der Familie in den Werken Thomas Manns“ oder „Das Konzept der Freiheit im französischen Existenzialismus“. 😉 Die steht übrigens erstaunlicherweise auch hinten. Nein, ich meine eher die Art von Literatur, die ich lese, wenn ich etwas Anspruchsvolles beendet habe und meine kleinen grauen Zellen etwas Unterhaltung brauchen: historische Liebesschmöker oder Zeitgenössisches mit einer großen Portion Erotik, ggf. auch aus dem Bereich der Gay Romance. Warum schäme ich mich dafür? Weil ich selbst Lektorin bin und in einem Verlag arbeite, der so etwas nie veröffentlichen würde – und meine Kollegen sind teilweise schon mit der Erkenntnis überfordert, dass ich ein Serienjunkie mit einer Schwäche für Science-Fiction, Horror und Co. bin.