Lesestoff.

H. G. Wells: Der Krieg der Welten. Großbritannien um das Jahr 1900: In der Nähe von London schlagen einige „Meteoriten“ ein. Was die Menschen nicht ahnen: Nicht nur sie starren seit Ewigkeiten in den Himmel und fragen sich, ob es dort draußen noch anderes Leben gibt. Auch sie selbst werden beobachtet. Die Marsianer, eine hochintelligente Spezies, haben ihre Rohstoffreserven aufgebraucht und sind auf der Suche nach neuen Lebensräumen. Ihr Planet ist abgekühlt und sie blicken ihrer Vernichtung entgegen. Was liegt da näher, als den Blick auf einen nahe gelegenen blauen Planeten zu richten, der von Leben nur so wimmelt?
Einer der vermeintlichen Meteoriten geht in der Nähe der kleinen Ortschaft Woking nieder und schon bald versammeln sich die ersten Schaulustigen. Doch schon wenig später wird das Willkommenskommando der Gemeinde von einem unsichtbaren Hitzestrahl vernichtet und die meisten der Anwesenden ebenfalls. Panik bricht aus, als deutlich wird, dass auch das herbeigerufene Militär den Neuankömmlingen nichts entgegenzusetzen hat …

Meine Rezension zu diesem Klassiker findet ihr wie immer hier: Chridhe.

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Buch-Date #7: Die Auflösung.

Es ist wieder so weit: Heute gehen die Rezensionen des 7. Buch-Dates online! Von meiner Seite aus noch einmal ein riesiges Dankeschön an Zeilenende und wortgeflumselkritzelkram, die diese Aktion wieder organisiert haben. Ich durfte der ScreenQueen drei Empfehlungen machen und bin schon sehr gespannt, auf welchen Buchtitel ihre Wahl gefallen ist.
Ich selbst bekam vier (!) ziemlich geniale Empfehlungen von vro jongliert, die ich am liebsten alle gelesen hätte:

Michael Böhm, Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe
Agatha Christie, Das fehlende Glied in der Kette
Andrea Camilleri, Die Form des Wassers
Leonie Swann, Glennkill

Meine Wahl ist – tata! – auf Das fehlende Glied von Agatha Christie gefallen. Ich habe einfach eine große Schwäche für (historische) Krimis. In meinen Teeniejahren habe ich die Krimis von Edgar Wallace verschlungen (in irgendeinem Karton fliegen vermutlich noch zwanzig oder mehr rote Krimis herum), aber von der Grande Dame Agatha Christi habe ich bislang noch nichts gelesen, wenn ich auch zahlreiche Verfilmungen kenne. Und was liegt da näher, als mit ihrem allerersten Krimi einzusteigen?! Deshalb hier meine Rezension des Buches:

+ + + + +

Das fehlende Glied in der KetteEngland, 1917: Arthur Hastings wird nach einer Verwundung von der Front nach Hause geschickt, wo er auf seinen alten Bekannten John Cavendish trifft. Dieser lädt ihn nach Styles ein, das Landgut seiner Stiefmutter, Mrs Emily Inglethorp. Dort leben in den Wirren des Ersten Weltkrieges eine ganze Reihe von Verwandten: John Cavendish und seine Frau Mary, Lawrence, der jüngere Stiefsohn von Emily Inglethorp, Cynthia, die Tochter verstorbener Freunde, und Evelyn Howard, Haushälterin und Faktotum der Familie.
Hastings bemerkt schon kurz nach Eintreffen Spannungen. Emily Inglethorp hat bereits nach kurzer Bekanntschaft den deutlich jüngeren Alfred geheirtat, der – da sind sich alle sicher – es doch nur auf das Geld der alten Dame abgesehen hat. Der Verdacht erhärtet sich, als die wohlhabende Mrs Inglethorp kurz nach Hastings‘ Ankunft vergiftet aufgefunden wird.
Doch wer steckt wirklich hinter dem Mord?

Meine Rezension zum Buch findet ihr hier: Chridhe.

Buch-Date #4 – meine Empfehlungen.

Ich habe am Sonntag meine kleinen grauen Zellen rotieren lassen und mir folgende Bücher für Wili überlegt – falls ich welche erwischt habe, die du bereits kennst, sag einfach Bescheid:

1. Lucy Maud Montgomery: Anne auf Green Gables. Anne Shirley ist eine rothaarige, sommersprossige Waise, die versehentlich zu dem älteren Junggesellen Matthew Cuthbert und seiner spröden, ebenfalls nicht verheirateten Schwester Marilla geschickt wird, um dort zu leben. Matthew und Marilla nehmen Anne auf, obwohl sie einen Jungen erwartet hatten, der ihnen auf ihrem Hof helfen sollte. Sie wohnen auf Green Gables in dem fiktiven Ort Avonlea auf Prince Edward Island. Annes wilde Fantasie, ihr unablässiges Reden und ihr feuriges Temperament stellen sie in das Zentrum einer Reihe unterhaltsamer Abenteuer. Aber zum Glück schafft sie es, auch die unmöglichsten Situationen irgendwie zu meistern.
Dieses Buch habe ich Dir empfohlen, weil Du auch gern Astrid Lindgren liest. Und es gibt wohl kein kanadisches Kinderbuch, das schon seit so langer Zeit so beliebt ist.

2. Jane Austen: Die Liebe der Anne Elliot. Vor acht Jahren hat Anne den Heiratsantrag von Frederick Wentworth abgelehnt, weil ihr Vater und ihre Freundin Lady Russell ihr aus gesellschaftlichen und finanziellen Gründen dazu geraten hatten. Als sie – nun verarmt – ihn nun wiedersieht, stellt sie fest, dass sich an ihren Gefühlen für Frederick nichts geändert hat. Werden die beiden nun gereiften Menschen jetzt zusammenfinden?
Jane Austen musste ich als JA-Fan einfach empfehlen. Ich habe mich gegen das offensichtliche „Stolz und Vorurteil“ und für „Die Liebe der Anne Elliot“ entschieden, weil Du Entwicklungsromane magst.

3. Gabriel García Márquez: Hundert Jahre Einsamkeit. Der Roman erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, das zunächst wie das Paradies erscheint. Abgeschnitten vom Rest der Welt durch Sümpfe, Urwald und eine undurchdringliche Sierra, ist es der Ort, an dem sich alle Träume, Alpträume und Entdeckungen des Menschen noch einmal zu wiederholen scheinen.
Das Buch war mein erster Lieblingsroman überhaupt, weil er nicht nur eine Familiensaga erzählt, sondern an ihrem „Beispiel“ auch die Geschichte eines Landes. Und ich habe Dir dieses Buch empfohlen, weil Du Gesellschaftsromane magst. Ein moderner Klassiker, den man immer wieder lesen kann!

So, und nun hoffe ich natürlich, dass Dir eines der Bücher zusagt – und dass Du viel Spaß beim Lesen hast! 

Zurückkehrende Serien im Winter 2016/17 (Trailer).


Sherlock. 1. Januar 2017 – „The Six Thatchers“. Tragt euch den Termin in eure Kalender ein, sagt alle anderen Verabredungen ab: Er ist zurück, wahrscheinlich zum letzten Mal. Und dann werden wir erfahren,  ob auch seine Nemesis noch am Leben ist: Moriarty. „Did you miss me?“ Und wie!

(sorry, noch keine Info zur deutschen Ausstrahlung)

Montagsfrage.

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In dieser Woche stellt Buchfresserchen eine Frage, die auch bei mir ins Schwarze trifft:

Welches Buch hat dich zuletzt richtig enttäuscht und warum?

Ich surfe immer mal im Kindle-Shop und bestelle günstige E-Books (ihr wisst schon: die für 0,99 oder weniger, bei denen man denkt, dass man eigentlich nichts falschmachen kann) und dabei sind immer wieder einmal Enttäuschungen. Aber an die denke ich gerade nicht.
Ich denke eher an das Buch „Frankenstein“ von Mary Shelley. Der Einfachheit halber verlinke ich einmal meine Rezension dazu, da ihr dort in aller Ausführlichkeit lesen könnt, warum das Buch mich derart enttäuscht hat. Müsste ich es auf den Punkt bringen, würde ich wahrscheinlich sagen:

1. Meine Erwartungen daran waren hoch. Viele zählen es zu den größten Klassikern – wenn nicht der Weltliteratur, dann auf jeden Fall der englischen Literatur. Und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Ich habe schon viele andere Klassiker gelesen (Austen, Tolstoj etc.), bei denen mir nach dem Lesen klar war, warum man sie auch heute noch mit Begeisterung liest, aber bei Frankenstein fiel mir das schwer. Gut, das zentrale Thema (die Verantwortung des Wissenschaftlers) hat nichts von seiner Aktualität verloren. Im Gegenteil. Aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.

2. Die Ausgestaltung der Charaktere. Ich fand die Figuren schlicht eindimensional. Die Autorin hat sich bei Nebenfiguren überhaupt keine Mühe gegeben – hier gibt es keine Grauzeichnungen – alle Figuren sind ausschließlich gut. Und von den beiden zentralen Charakteren ist der eine zu perfekt (das Monster), der andere zu statisch (Frankenstein). In einem solchen Buch erwarte ich zumindest, dass der Held einen gewissen Entwicklungsprozess durchmacht, aber das ist hier leider nicht der Fall.

Wie sieht es bei euch aus: Welches Buch hat euch so richtig enttäuscht? Vielleicht steht es ja zufällig auf meiner TBR-Liste und ich sollte es lieber streichen. 😉

Montagsfrage.

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Auch in dieser Woche gibt’s wieder eine Montagsfrage von Buchfresserchen:

Welche Bücher dürften in eurem Koffer nicht fehlen, wenn ihr jetzt in Urlaub fahren würdet?

Ich würde die „Unsterblich“-Trilogie von Julie Kagawa einstecken. Band 1 lese ich gerade, und da ich weiß, dass die Folgebände mit Cliffhanger enden, müssen diese natürlich auch in den Koffer. Obwohl ich die Bände 1 und 2 als Taschenbuchausgabe habe, würde ich vermutlich eher meinen E-Book-Reader mitnehmen, auf dem sich die komplette Trilogie im englischen Original befindet – nimmt einfach nicht so viel Platz weg.
Dann habe ich neulich ein paar Manesse-Klassiker gekauft – zwei davon sich ausgesprochen umfangreich und damit ideal für den Urlaub. Vermutlich würde meine Wahl entweder auf Herman Melvilles „Moby Dick“ fallen oder auf Elizabeth Gaskells „Mütter und Töchter“.

Was ist mit euch? Was würde in eurem Urlaubskoffer stecken?

Lesestoff.

shelley-frankensteinMary Shelley: Frankenstein. Die Geschichte beginnt mit Briefen von Robert Walton an seine Schwester. Walton ist mit einem Schiff unterwegs, um eine Passage zum Nordpol zu entdecken, doch er und seine Mannschaft wurden vom Eis der Arktis eingeschlossen und warten auf Tauwetter. Während der Wartezeit beobachten sie, wie eine riesenhafte Person auf einem Hundeschlitten in Richtung Norden eilt. Am nächsten Morgen nehmen sie einen Mann an Bord, der schwerkrank und am Ende seiner Kräfte ebenfalls auf dem Weg nach Norden ist: Victor Frankenstein. Als dieser sich langsam etwas erholt und den tödlichen Ehrgeiz in den Augen seines Retters erkennt, beginnt er, ihm seine Lebensgeschichte zu erzählen:
Er stammt aus einer liebevollen Schweizer Familie. Schon früh kommt der intelligente Junge in Kontakt mit den Werken einiger Alchemisten und verschlingt diese eine Weile lang mit großem Wissensdurst. Mit 17 geht er an die Universität nach Ingolstadt, um dort Naturwissenschaften zu studieren. Während dieser Zeit wird seine Begeisterung für die Alchemie wieder neu entfacht. Und er beginnt selbst zu forschen. Ihm gelingt, was noch keiner vor ihm geschafft hat: Er gestaltet aus Leichenteilen ein neues Wesen und haucht diesem Leben ein. Doch er ist von der Hässlichkeit seines Geschöpfes so entsetzt, dass er sich von diesem abwendet und die Flucht ergreift. Als er nach der Rückkehr in seine Wohnung das Ungeheuer nicht mehr antrifft, glaubt er, alles sei nur ein böser Traum gewesen und er könnte alles hinter sich lassen.
Doch zwei Jahre später wird sein jüngster Bruder ermordet und eine von allen geschätzte Hausangestellte für die Tat verurteilt. Damit beginnt ein einziger Albtraum, denn Frankenstein muss erkennen, dass jedes Handeln Konsequenzen hat und dass ihn seine Hybris zu Fall bringen wird …

Mehr dazu gibt es hier: Chridhe.

Montagsfrage.

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Heute gibt es wieder eine neue Montagsfrage von Buchfresserchen:

Falls ihr Klassiker lest, habt ihr (einen) besondere(n) Favoriten und wenn ja warum?

Ja, ich lese immer wieder einmal Klassiker. Ganz oben steht Jane Austen, von der ich fast alles besitze. Und hier wiederum steht „Stolz und Vorurteil“ an erster Stelle, einen Roman, den ich schon unzählige Male gelesen habe – und die unendlichen Verfilmungen dazu kenne ich gefühlt auch (fast) alle. Nach Austen kommt erst einmal lange nichts. 🙂 Ich liebe dieses Buch, weil ich es einfach großartig finde, dass sie schon vor so vielen Jahren ein Buch mit so spritzigen Dialogen erschaffen konnte. Darüber hinaus zeigt sie auf unterhaltsame Weise, wie falscher Stolz und Vorurteile Menschen die Sicht auf den wahren Charakter eines Menschen nehmen können. Jane Austen gelingt es, beides auf eine beispiellos humorvolle, charmante und intelligente Art und Weise zu vermitteln. Ihre Heldinnen werden auch von den Frauen des 21. Jahrhunderts noch für ihren Mut bewundert, keine Kompromisse einzugehen und den Mann zu heiraten, den sie lieben – ungeachtet des sozialen Status.

Darüber hinaus greife ich höchstens zu anderen Austen-Romanen oder zu den Sonetten von Shakespeare. An Shakespeare (dessen Werke ich mir eigentlich nur als Verfilmungen anschaue) schätze ich übrigens seine Kunst, mit Worten umzugehen. Seine Wortspiele, sein manchmal feiner und manchmal bissiger Humor. Ganz zu schweigen davon, dass es mir oft so vorkommt, als könnte ich auch beim x-ten Anschauen von z. B. „Was ihr wollt“ oder „Viel Lärm um nichts“ noch neue Facetten entdecken.

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr Klassiker?

Montagsfrage.

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In dieser Woche möchte Buchfresserchen wissen:

Welche(s) Buch/Bücher würdest du gerne mal in der Originalsprache lesen, wenn du könntest?

Ich wäre gern in der Lage, „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez lesen zu können. Das Buch war in den Achtzigern lange Jahre mein absolutes Lieblingsbuch, und mich würde sehr interessieren, ob das „Feeling“ ein anderes ist, wenn man das Buch im Original liest (mein Uni-Spanisch reicht einfach nicht aus – und vermutlich ist das ja kolumbianische Spanisch noch mal ein wenig anders).
Was ich auch gern im Original lesen können möchte, wären die großen russischen Klassiker: „Anna Karenina“, „Krieg und Frieden“ oder „Die Brüder Karamasow“. Aber da es eine Weile her ist, dass ich die mal auf Deutsch gelesen habe, sollte ich mich da wohl bedeckt halten. 😉