Neue Serien im Winter 2017/2018 (Trailer).


La Mante. Als die Leichen von Männern auftauchen, die exakt so ermordet und inszeniert wurden wie die Opfer von „La Mante“ (Die Gottesanbeterin) vor gut 25 Jahren, bittet man die inhaftierte Täterin Jeanne Deber um Hilfe. Diese willigt ein. Unter einer Bedingung: Sie wird nur mit ihrem Sohn Damien Carrot zusammenarbeiten. Carrot ist Polizeibeamter und hat seine Mutter seit ihrer Festnahme nicht mehr gesehen. Traumatisiert von der Tatsache, dass er der Sohn einer Serienmörderin ist, hat er sich sein Leben ohne seine Mutter aufgebaut; nur sein Großvater mütterlicherseits kennt seine wahre Identität. Als weitere Opfer auftauchen und der Täter den direkten Kontakt mit Jeanne sucht, kommt bei Carrots Kollegen der Verdacht auf, dass diese mit dem Mörder zusammenarbeit …

Gestern auf Netflix entdeckt und gleich „gebinget“! Ein großartiger Krimi/Thriller, von dem ich mir eine zweite Staffel wünschen würde (Staffel 1 ist in sich abgeschlossen). Leider konnte ich auf Youtube nur den französischen Trailer finden. Viele gute Darsteller – allen voran Carole Bouquet in der Titelrolle. Viele falsche Spuren – jedes Mal, wenn man dachte, man hätte alles durchschaut und kenne den Täter, stellt man fest, dass man auf dem Holzweg ist. Allerdings hatte ich bereits vor den Kommissaren herausgefunden, wer der Täter war.

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Neue Serien im Winter 2018 (Trailer).


Altered Carbon. Das 24. Jahrhundert. Niemand muss mehr sterben; das Bewusstsein und die Erinnerungen eines Menschen können nun digital gespeichert und in eine neue Hülle (Sleeve) heruntergeladen werden. Wenn man das nötige Kleingeld besitzt. So wie Laurens  Bancroft. Doch als er ermordet wird, engagiert er den ehemaligen Elitesoldaten Takeshi Kovacs, dessen Körper zur Strafe für ein Verbrechen eingefroren wurde, seinen Mörder zu finden.
Die Verfilmung des gleichnamigen Cyberpunkromans von Richard K. Morgan (dt. Das Unsterblichkeitsprogramm). Ab 2. Februar 2018 auf Netflix.

Neue Serien im Herbst 2017 (Trailer).


Godless. Der Wilde Westen, 1880er-Jahre: Eine Stadt, die nach einem Grubenunglück fast ausschließlich von Frauen bewohnt und gemanagt wird. Und ein gefährlicher Outlaw, der mit seiner Gang den Westen terrorisiert und auf der Jagd nach seinem ehemaligen Mündel Roy Goode ist, der nach einem Überfall mit der Beute verschwand. Von Frank Scott und Steven Soderbergh.
O ja, das sieht gut aus!

Ab dem 22. November auf Netflix.

Neue Serien im Herbst 2017 (Trailer).


Dark (Netflix). Im Zentrum von Dark stehen vier Familien in einer typischen deutschen Kleinstadt. Als zwei Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die vermeintlich heile Welt dieser Familien aus den Fugen gerissen und ein Blick hinter die Fassaden offenbart die dunklen Geheimnisse aller Beteiligten. Im Verlauf der zehn einstündigen Folgen bekommt die Tragweite der Ereignisse eine neue Dimension, als die Ermittlungen zurück ins Jahr 1986 führen und die Schicksale der vier Familien auf tragische Weise durch Raum und Zeit verknüpft werden. (KinoCheck)

Wow, die erste deutsche Netflix-Serie ist ab dem 1. Dezember online und gleichzeitig in 190 Ländern zu sehen. Was meint ihr: einschalten?

Serienmittwoch #76.


Der letzte Tag einer kurzen Arbeitswoche (sorry, falls ihr nicht in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder im Saarland lebt und morgen arbeiten müsst 🙂 ), und bevor ich in mein allmittwöchiges Meeting verschwinde, noch schnell meine Antwort auf Corlys Serienmittwochsfrage:

Was ist eure Herzensserie?

Eine einfache Frage, deshalb auch eine kurze Antwort: Meine Herzensserie ist Sense8. Dass dies so ist, wurde mir spätestens am 1. Juni klar, als Netflix die Serie nach der 2. Staffel (und einem fiesen Cliffhanger) abgesetzt hat, weil sie angeblich zu teuer ist. Diese Cancellation fühlte sich für mich an, als hätte der Mensch, den ich auf dieser Welt am meisten liebe, mit mir Schluss gemacht, als wäre meine beste Freundin gestorben und ich müsste mich mit einem riesigen Packen Tempos zu Hause verkriechen … Natürlich machen wir alle immer wieder die Erfahrung, dass eine Serie, die wir uns mit Begeisterung angeschaut haben, abgesetzt wird, aber bei Sense8 war das für mich schon etwas Persönliches.

Warum ist das meine Herzensserie? Wenn wir uns heutzutage umschauen, wenn wir die Zeitung lesen oder die Nachrichten gucken, dann finden überall Kriege statt, es gibt Anschläge, Morde, Streit … und warum? Weil die Menschheit eine ausgesprochen selbstsüchtige Spezies ist. Wir bekriegen einander, weil wir glauben, unsere Religion seit die richtige – oder alle Religionen seien auf dem Holzweg -, unsere Art zu leben sei die richtige, unser Land sei besser, großartiger als alle anderen, Menschen anderer Hautfarbe seien minderwertiger, und alle Beziehungen, die nicht ausschließlich einen Mann und eine Frau beinhalten, seien widergöttlich.
Sense8 hat mich in so ziemlich jeder Hinsicht aus meinem Wohlfühlbereich herauskatapultiert. Die Serie zeigt homosexuelle Partnerschaften und Transgenderpersonen, sie illustriert, wie Menschen unterschiedlicher Religion, Kultur, Interessen zusammenkommen, trotzdem harmonisch und voller Mitgefühl miteinander „leben“ und einander so stehen lassen können, wie sie sind. Man bekommt einen Eindruck davon, wie es ist, ein Leben zu führen, das so sehr dem eigenen widerspricht. Man kann unterschiedlicher Meinung sein, muss sich aber nicht bekriegen, sondern kann sich annehmen. Und die Serie lehrt, dass wir zwar einerseits Individuen sind, aber andererseits auch untrennbar miteinander verbunden – wenn wir dies zulassen.
Aber das Wichtigste: „The real violence, the violence I realized was unforgivable, is the violence that we do to ourselves, when we’re too afraid to be who we really are.“ Es ist wichtig, dass wir authentisch leben und uns nicht von der Gesellschaft, von anderen Menschen verbiegen und vorschreiben lassen, wer wir zu sein, wie wir zu leben haben.

Und das Tolle ist: Die Fans dieser Serie spiegeln genau das wieder. Ich bin auf Facebook Mitglied einer geschlossenen Sense8-Gruppe, in der Atheisten, Agnostiker, Christen, Hindus, Muslime etc. zusammenkommen; Menschen, die erst 20 sind und solche, die schon 60 sind; Inder, Kenianer, Deutsche, Amis, Brasilianer, Briten, Franzosen, Philipinos etc.; Heteros, Schwule und Lesben, Transgender. Junge Menschen, die Hilfe brauchen, wie sie sich vor ihren Eltern und Freunden outen können. Mütter, die davon erzählen, dass ihre Kinder sich als schwul oder transgender geoutet haben … Und auch die Liebe und Annahme in der Gruppe ist unglaublich groß – es spielt überhaupt keine Rolle, wie oder was jemand ist, wo er oder sie herkommt, denn es gibt Wichtigeres als die Hautfarbe, die Nationalität, die Religion oder die sexuelle Orientierung. Und wenn eine Serie so etwas schafft – was gibt es Besseres?

Deshalb noch ein letztes Shoutout zu meinen Fellow Sensates da draußen:
#RenewSense8
#BringBackSense8
#UnitedforSense8
#NoSense8NoNetflix

Serien im Frühjahr 2017 (Trailer).


Las Chicas del Cable (Die Telefonistinnen). Madrid, 1928: In Madrid wird die Zentrale der ersten Telefongesellschaft eröffnet. Unzählige junge Frauen bewerben sich auf eine Stelle als Telefonistin, um sich ein Stückchen Freiheit zu erkämpfen – gegen Ehemänner, Väter und die Gesellschaft im Allgemeinen. Im Mittelpunkt der Serie stehen die „Chicas“ Lidia, Marga, Carlota und Ángeles, von denen jede ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Geheimnisse mitbringt – und obwohl jede auch ihre ganz eigenen Kämpfe auszufechten hat, ist die gemeinsame Freundschaft oft das Einzige, das sie rettet.

Die erste Hälfte der ersten Staffel (8 von 16 Episoden) von „Las Chicas del Cable“ ist kürzlich in deutscher Synchronisation auf Netflix erschienen. Und ich bin hin und her gerissen: Obwohl die spanische Serie ein gewisses „Telenovela-Feeling“ verbreitet, konnte ich einfach nicht abschalten und habe übers Wochenende alle bislang erhältlichen Episoden gebinget. Denn trotz der teilweise überzeichneten oder stereotypen Charaktere sind die Figuren wirklich sympathische Frauen, und vermutlich entdeckt jede Zuschauerin eine, mit der sie sich identifizieren kann. Ganz zu schweigen davon, dass die Serie viel Zeitkolorit verbreitet und man eine Ahnung von spanischer Geschichte bekommt. Es gibt Liebesgeschichten und Verschwörungen, Erpressungen und Emanzipationen, wiedergefundene Jugendlieben und prügelnde Ehemänner, fiese Sekretärinnen und unschuldige Landeier …

Das einzige Verbrechen ist jedoch der verwendete Soundtrack. Obwohl die Serie in den Zwanzigerjahren spielt, wurden moderne (!) Songs verwendet – und viel zu oft reißt dieser Anachronismus aus der eigentlichen Handlung heraus.