Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken


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Zwischendurchgedanken.


Überarbeite gerade ein Buchkapitel über die Geschichte des islamischen Dschihad (Heiliger Krieg). Habe jetzt den Namen so vieler Terroristen und Terrorgruppen online nachgeschlagen, dass vermutlich bald der Staatsschutz vor der Haustür steht. Falls ihr also nichts mehr von mir hört …


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Lesestoff.

Max Lucado: Du bist reich beschenkt.

Ich sehe schon vor mir, wie sich ein halbes Dutzend Männer durch die enge Kopfsteingasse im Rotlichtviertel zwängt. Es ist spät abends. Die mit Fackeln erleuchteten Kneipen sind geöffnet und die Kunden stockbesoffen. Sie rufen den Männern des Königs obszöne Bemerkungen nach, aber die Soldaten reagieren nicht. Sie gehen weiter, bis sie vor der Holztür eines steinernen Hauses direkt an der berühmten Stadtmauer von Jericho stehen bleiben. Die Laterne davor brennt nicht, und die Soldaten fragen sich, ob wohl jemand zu Hause ist. Der Hauptmann hämmert an die Tür. Drinnen hört man schlurfende Schritte. Rahab macht auf. Sie trägt mehrere Schichten Make-up und hat ihre Augen schwarz geschminkt. Unter ihrem tief ausgeschnittenen Gewand kann man ein paar gute Stücke von „Victoria’s Secret“ sehen. Ihre raue Stimme verrät, dass sie Kettenraucherin ist. Sie stemmt eine Hand in die Hüfte und hält in der anderen einen Martini.
„Tut mir leid, Jungs, wir sind für heute Nacht ausgebucht.“
„Deswegen sind wir nicht hier“, fährt der Hauptmann sie an. „Wir kommen wegen der Hebräer.“
„Hebräer?“ Fragend neigt sie den Kopf zur Seite. „Ich dachte, ihr wolltet ein bisschen Spaß haben.“
Sie zwinkert mit ihren schwarz getuschten Wimpern einem jungen Soldaten zu. Er wird rot, aber der Hauptmann lässt sich nicht von seinem Auftrag abbringen.
„Wir suchen die Spione. Wo sind sie?“
Sie tritt vor die Tür, schaut nach links und nach rechts und raunt ihnen dann zu: „Ihr habt sie gerade verpasst. Kurz bevor die Stadttore geschlossen wurden, haben sie sich davongeschlichen. Wenn ihr euch beeilt, kriegt ihr sie noch.“
Die Männer des Königs machen kehrt und rennen los. Als sie um die Ecke verschwunden sind, rennt Rahab die Treppe zum Dach hinauf, wo sich die beiden Späher versteckt haben. Sie sagt ihnen, dass die Luft rein ist. „Die ganze Stadt spricht von euch und eurer Armee. Alle haben Schiss. Der König kann nicht mehr schlafen und den Leuten ist der Appetit vergangen. Sie schlucken Beruhigungsmittel, als seien es Tic Tacs. Das letzte bisschen Mut ist mit dem Morgentau verdunstet“ (Josua 2,9–11; FNL – frei nach Lucado).

Infos zum Buch und meine Kurzrezi findet ihr hier: Chridhe.


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The End is near!

(c) Pixaby
Falls in eurem Terminkalender am 23. September 2017 noch nichts eingetragen ist, solltet ihr das gleich ändern: Dann findet nämlich der Weltuntergang statt. Oder vielmehr die Entrückung – die „richtigen“ Christen werden in den Himmel entfleuchen, die übrigen Menschen haben Pech gehabt. Diesmal kündigen uns nicht die Maya oder die Zeugen Jehovas das Ende an, sondern eine obsure christliche Gruppe, die durch eine ebenso obsure Auslegung des biblischen Buches der Offenbarung und gewisse Sternenkonstellationen darauf gekommen ist.
Die Details haben uns an dieser Stelle nicht zu interessieren – wichtig ist: Plündert eure Kontos, kündigt den Job, nutzt die nächsten sechs Monate, um noch einmal richtig die Sau rauszulassen, denn: Das war’s dann! Macht’s gut und danke für den Fisch. 😉

(Man vergebe mir meine bissigen Bemerkungen am frühen Morgen … Ich habe noch nicht gefrühstückt.)


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Lesestoff.

namdar-liebestattfurchtFlor Namdar: Liebe statt Furcht. Als Tochter einer kurdischen Sunnitin und eines persischen Schiiten verbringt Flor Namdar eine unbeschwerte, privilegierte Kindheit in ihrer Heimat Iran. Trotz der religiösen Unterschiede führt das nie zu Problemen in der Familie – jeder ist auf seine Weise sehr gläubig. Doch als junges Mädchen gerät sie in die Wirren der Islamischen Revolution. Die Familie verliert ihre gesellschaftliche Stellung, lebt in zwei kleinen, heruntergekommenen Zimmern in großer Armut.
Sie ist noch ein Teenager, als sie von einem anderen Flüchtling einen Heiratsantrag bekommt, diesen aber ablehnt. Mit diesem Gesichtsverlust kommt der potenzielle Bräutigam aus kulturellen Gründen nicht klar und versucht, Selbstmord zu begehen. Woraufhin seine Familie die Schuld bei ihr sucht und ihr nach dem Leben trachtet.
Um dieser lebensgefährlichen Situation zu entkommen, flüchtet sie sich in eine unglückliche Ehe mit einem entfernten Verwandten …

Meine Rezension zum Buch: Chridhe.


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Lesestoff.

jennings-for-the-recordRegina Jennings: For the Record. Pine Gap, Missouri, 1885: Betsy Huckabee ist zwar mit ihren 24 Jahren eine alte Jungfer und lebt irgendwo in einem kleinen Ort im Hinterland, aber sie hat große Träume. Für die örtliche Zeitung verfasst sie hin und wieder kleinere Artikel, aber mit dem Geld, das sie dafür bekommt, wird sie sich niemals ein eigenes Leben aufbauen können. Und größere Zeitungen interessieren sich einfach nicht für Nachrichten aus den Ozark Mountains.
Deshalb beschließt Betsy, ihnen einfach eine romantische Fortsetzungsgeschichte für den Frauenteil anzubieten. Und da ist ihr der gutaussehende Deputy, der gerade strafversetzt wurde, eine gute Inspirationsquelle. Wenn ihre Nachbarn in Pine Gap wüssten, was sie über den jungen Texaner schreibt, wären sich vermutlich schockiert – aber die Geschichte ist schließlich für eine Zeitung in Kansas City gedacht, und das ist weit weg. Niemand wird je davon erfahren!
Ein Skandal, in den ihn eine heiratswütige Frau hineinmanövriert hat, ist der einzige Grund, warum Deputy Joel Puckett seine texanische Heimat verlassen hat. Pine Gap ist die letzte Chance, die sich ihm bietet, um seinen Beruf auszuüben. Aber ein geheimnisvoller Brandstifter und eine maskierte Bürgerwehr verlangen ihm alles ab. Doch die Verbrecherjagd ist nichts gegen die freche, schnippische Journalistin Betsy, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgt …

Meine Rezension dazu findet ihr hier: Chridhe.