Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken


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Serienmittwoch #77.


Es ist schon wieder Mittwoch – und durch die Hitze kommt mir die Woche irgendwie noch länger vor. Ein Hoch auf den Erfinder der Klimaanlage! Sonst wären es in meinem Büro schon am späten Vormittag über 30 Grad warm. 😉 Aber bevor ich diesen weiteren viel zu heißen Tag in Angriff nehme, erst noch meine Antwort auf die Serienmittwochsfrage:

In welcher Kinderserie wärt ihr gern mal zu Besuch und wieso?

Ich wäre liebend gern mal Gast in Anne of Green Gables, einer Serie, die ich in meiner Jugend geliebt habe! Mir fallen spontan drei Gründe dafür ein:

1. Primär sicher aufgrund der Gegend, in der die Serie spielt: Prinz Edward Island, Kanada. Man bekommt schon durch den Trailer eine Ahnung davon, wie schön es dort sein muss!
2. Die Zeit, in der die Serie spielt (Anfang des 20. Jahrhunderts) war wesentlich … gemächlicher als heute. Die Leute haben offenbar weniger gelebt, um zu arbeiten, als vielmehr gearbeitet, um zu leben.
3. Die handelnden Figuren sind überaus sympathisch. Das wären Menschen, die ich gern IRL kennenlernen würde.

Was ist mit euch? In welche Kinderserie würdet ihr gern einmal eintauchen?


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Serienmittwoch #73.


Ich würde ja sagen, dass heute ein guter Tag ist – ich habe nämlich Überstunden-frei. Dafür halte ich dann am Freitag in meiner Abteilung die Stellung, wenn alle anderen frei haben. Allerdings steht für heute auf meiner To-do-Liste (neben einem großen Einkauf) auch die Einkommensteuererklärung. Also, falls ihr heute Abend davon lest, dass in Hessen eine Frau Amok gelaufen ist: Das wäre dann vermutlich ich aus Wut über das blöde Onlineformular vom Finanzamt, das mir im vergangenen Jahr ständig mitgeteilt hat, dass ich irgendetwas nicht richtig oder komplett ausgefühlt hatte. Mmpf.

Aber Gott sei Dank gibt’s heute wieder eine Serienmittwochfrage von Corly:

Wie sähe eurer aktuelles Serienprogramm im TV aus, wenn ihr genug Zeit hättet und es euch selbst aussuchen könntet?

Wenn ich mir Deine Antworten anschaue, dann frage ich mich, ob ich mich auf eine Serie pro Tag beschränken muss. Ich tu’s einfach nicht und gehe davon aus, dass ich mein Leben ohne Job bestreiten und nach Herzenslust bingen kann. Und dass meine Tage mehr als 24 Stunden haben. 🙂

Sonntag: Der Tag für die britischen Serien, im Augenblick definitiv Grantchester und Call the Midwife.

Montag: Der Montag gehört den „übernatürlichen“ Serien, allen voran Lucifer! Eine Serie über den/mit dem Teufel läutet die Woche ein … Oho! Das Ganze wird garniert von Sense8 und Supernatural.

Dienstag: Zeit für die Serien, die mich in die Vergangenheit entführen: Taboo und Outlander.

Mittwoch: Mein Ärztetag: Grey’s Anatomy, Code Black, Chicago Med und Night Shift.

Donnerstag: Krimitag! Criminal Minds gehört schon seit ewigen Zeiten zu meinem festen TV-Programm. Hinzu kommen dann noch Chicago PD, NCIS: LA, Scorpion und Elementary.

Freitag: Jetzt wird’s schwierig. Wie wäre es mit einem SciFi-Tag: Killjoys, Dark Matter, The 100, The Handmaid’s Tale und The Last Ship.

Samstag: Den Samstag reserviere ich für die Zombies, und zwar für Z Nation – was hoffentlich bald wieder ins TV zurückkehrt –, iZombie und The Walking Dead

Jetzt wisst ihr, warum mein Tag mehr als 24 Stunden haben muss. 😉


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Serien im Frühjahr 2017 (Trailer).

Las Chicas del Cable (Die Telefonistinnen). Madrid, 1928: In Madrid wird die Zentrale der ersten Telefongesellschaft eröffnet. Unzählige junge Frauen bewerben sich auf eine Stelle als Telefonistin, um sich ein Stückchen Freiheit zu erkämpfen – gegen Ehemänner, Väter und die Gesellschaft im Allgemeinen. Im Mittelpunkt der Serie stehen die „Chicas“ Lidia, Marga, Carlota und Ángeles, von denen jede ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Geheimnisse mitbringt – und obwohl jede auch ihre ganz eigenen Kämpfe auszufechten hat, ist die gemeinsame Freundschaft oft das Einzige, das sie rettet.

Die erste Hälfte der ersten Staffel (8 von 16 Episoden) von „Las Chicas del Cable“ ist kürzlich in deutscher Synchronisation auf Netflix erschienen. Und ich bin hin und her gerissen: Obwohl die spanische Serie ein gewisses „Telenovela-Feeling“ verbreitet, konnte ich einfach nicht abschalten und habe übers Wochenende alle bislang erhältlichen Episoden gebinget. Denn trotz der teilweise überzeichneten oder stereotypen Charaktere sind die Figuren wirklich sympathische Frauen, und vermutlich entdeckt jede Zuschauerin eine, mit der sie sich identifizieren kann. Ganz zu schweigen davon, dass die Serie viel Zeitkolorit verbreitet und man eine Ahnung von spanischer Geschichte bekommt. Es gibt Liebesgeschichten und Verschwörungen, Erpressungen und Emanzipationen, wiedergefundene Jugendlieben und prügelnde Ehemänner, fiese Sekretärinnen und unschuldige Landeier …

Das einzige Verbrechen ist jedoch der verwendete Soundtrack. Obwohl die Serie in den Zwanzigerjahren spielt, wurden moderne (!) Songs verwendet – und viel zu oft reißt dieser Anachronismus aus der eigentlichen Handlung heraus.


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Neue Serien in 2017 (Trailer).

The Alienist. Die Verfilmung des wirklich großartigen historischen Krimis „Die Einkreisung“ von Caleb Carr über eine Gruppe von Menschen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in New York auf die Jagd nach einem Serienmörder begegnen, der es überwiegend auf kleine Jungen abgesehen hat, die sich ihren Lebensunterhalt auf … unmoralische Weise verdienen.
Mit Daniel Brühl, Dakota Fanning, Luke Evans u. a.


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Serienmittwoch #72.


Auch in dieser Woche gibt’s eine Serienmittwochfrage von Corly:

Welche Serien guckt ihr eigentlich aktuell und wie gefallen sie euch?

Mmh, die Liste an Serien, die ich Woche für Woche schaue, ist schier endlos, schließlich bin ich ein Serienjunkie: Supernatural, Grantchester, iZombie, Lucifer, The Big Bang Theory, Grey’s Anatomy, die vier Serien aus dem Chicago-Universum … Alle aufzuzählen, würde den Rahmen sicher sprengen. Und wie sie mir gefallen? Gut, sonst würde ich sie ja nicht schauen. 🙂

Aber was ich derzeit am liebsten schaue, und wir mussten schlappe zwei Jahre auf die 2. Staffel warten (Folter!), ist Sense8:

Diese Serie liebe ich wirklich. Ihr Konzept ist sehr ungewöhnlich und in dieser Weise sicher noch nicht da gewesen. Ihre Botschaft von „Wir sind alle miteinander verbunden und können und sollten einander helfen“ und „Du solltest dein Leben so leben, wie du es willst, und dich von anderen nicht verbiegen lassen, auch wenn dein Lebenskonzept nicht der Norm entspricht“ finde ich sehr wohltuend. Jede Folge lädt ein, über die großen Fragen des Lebens nachzudenken und die eigene Haltung zu bestimmten Sachverhalten zu hinterfragen. Und vielleicht zu korrigieren.
Dabei verzichten die Wachowski-Schwestern („Matrix“) bei ihren Protagonisten auf die übliche Gut-und-Böse-Zeichnung – keine von den 8 großartig gespielten Figuren ist nur Licht oder nur Schatten, sie haben beides. Man fühlt sich mit eigentlich jeder Figur sehr schnell verbunden – mit den einen sicher mehr als mit den anderen. Da die Personen in sieben unterschiedlichen Ländern leben, führt die Serie den Zuschauer auch um die ganze Welt – aber trotz ihrer unterschiedlichen Kulturen sind viele Probleme, Sorgen, Wünsche und Sehnsüchte erstaunlich universell!

Bei mir war es damals zwar nicht Liebe auf den ersten Blick – die Serie hat mich schier aus meinem Wohlfühlbereich herauskatapultiert! -, aber als ich dann Feuer gefangen hatte, musste ich sie einfach bingen.


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Serienmittwoch #71.


Auch in dieser Woche gibt es eine neue Serienfrage von Corly:

Welche Serie habt ihr zuletzt für euch entdeckt und warum gefällt sie euch so?

Ich habe kürzlich angefangen (okay, die SERIE wird auch erst seit Kurzem ausgestrahlt), „The Handmaid’s Tale“ zu schauen. Warum? Weil ich das dazugehörige Buch (wer es noch nicht wusste: Die Serie basiert auf dem Roman „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood) schon seit vielen Jahren sehr liebe. Falls man überhaupt sagen kann, dass man eine Dystopie liebt. 😉

Margaret Atwood erzählt in ihrem Buch die Geschichte von Desfred (im Film bzw. der englischen Ausgabe heißt sie Offred). Nach einem Staatsstreich kommt es zur Gründung der Republik Gilead durch eine christlich-fundamentalistische Gruppierung. Der Präsident und alle Mitglieder des Kongresses werden ermordet und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Die Armee erklärt den Notstand, Zeitungen werden zensiert und Straßensperren eingerichtet. Vor allem die Stellung der Frau leidet unter den neuen Gegebenheiten: Frauen dürfen kein Eigentum besitzen und haben sich dem Mann vollständig unterzuordnen; ihr Eigentum fällt an den nächsten männlichen Verwandten. Sie haben nur noch eine einzige Aufgabe und Pflicht: Kinder zu gebären. Doch aufgrund einer nuklearen Katastrophe und vielen menschlichen „(Umwelt-)Sünden“ ist die Geburtenrate extrem gesunken; viele Menschen können keine Kinder mehr bekommen. Desfred ist eine der wenigen fruchtbaren Frauen. Deshalb lebt sie als „Magd“ im Haus des Kommandanten und soll für ihn und seine unfruchtbare Frau Serena Joy ein Kind empfangen und austragen.

Warum mir die Geschichte gefällt?
1. Ich habe eine Schwäche für Dystopien, in denen man mir ein glaubwürdiges Weltbild und glaubwürdige Charaktere zeigt – und in denen es nicht nur um die obligatorische Lovestory oder den Love Triangle geht.
2. Atwood sagt zu ihrem Buch, dass sie sich im Grunde nichts ausgedacht hat, das es in der Menschheitsgeschichte nicht schon gegeben hat oder gibt. Ein Rezensent hat zum Buch geschrieben: „… alle Taten sind irgendwann schon einmal begangen worden, die Autorin hat nur die Zeit, den Schauplatz und einige Details geändert und alles in einen neuen Kontext gestellt …“ Das macht diese Geschichte unglaublich bedrückend. Und aktuell.
3. All diese Dinge finden sich in der Serie sehr anschaulich dargestellt – die Farbsymbolik, die bedrückende Atmosphäre etc.
4. Außerdem gibt es wirklich gute Darsteller, die die bekannte Geschichte zum Leben erwecken.
5. Ich bin Woche für Woche froh, dass immer nur eine neue Episode erscheint, denn die Ereignisse schnüren mir so manches Mal die Kehle zu.